Das sagt der Schwerter Profi Lasse Sobiech vor seiner Rückkehr in die 1. Bundesliga

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Mit dem Fußball begonnen hat er beim VfL Schwerte. Nach den Stationen Dortmund, Hamburg, Fürth und nochmal Hamburg spielt Lasse Sobiech nun beim 1. FC Köln - und freut sich auf die 1. Liga.

Schwerte

, 13.08.2019, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als er sich am Montagmittag zum verabredeten Gespräch am Telefon meldete, kam Lasse Sobiech direkt vom Training. Es war der Tag, nachdem sich der 1. FC Köln im DFB-Pokal-Erstrundenspiel beim SV Wehen-Wiesbaden im Elfmeterschießen in die zweite Runde gequält hatte.

Sobiech kam zwar nicht zum Einsatz, auf die bevorstehende Bundesligasaison freut sich der Schwerter Fußballprofi aber trotzdem. Wir haben mit dem 28-Jährigen gesprochen.

Herr Sobiech, 34 Erstliga-Spiele für den Hamburger SV und Greuther Fürth stehen bisher auf Ihrem Konto. Wieviele werden in dieser Saison dazukommen?

Dass es weitere 34 werden, wird natürlich schwierig. Für mich gilt es, Gas zu geben und die Chance, die ich hoffentlich bald bekommen werde, dann auch zu nutzen.

Nach dem Aufstieg mit dem 1. FC Köln im Mai dieses Jahres hatten Sie für sich als persönliches Ziel formuliert, Stammspieler zu werden und nicht nur irgendwie mitzuschwimmen. Wie weit sind sie auf diesem Weg?

Die Saisonvorbereitung ist eigentlich ganz gut gelaufen. Aber die Konkurrenz ist natürlich groß. Wir haben vier Innenverteidiger im Kader, die alle den Anspruch haben, zu spielen. Ich gehe sicherlich nicht als Nummer eins oder zwei in die Saison. Aber ich bleibe dabei, dass ich mich nicht mit dieser Rolle begnügen will.

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Stammspieler sind Sie momentan aber eher nicht...

Das stimmt wohl. Im Pokalspiel am Sonntag in Wiesbaden habe ich nicht gespielt – da kann ich mich aktuell wohl nicht als Stammspieler bezeichnen.

Dabei hätten Sie wahrscheinlich auch beim Elfmeterschießen gerne einen Elfer verwandelt.

Vor allem hätte ich sehr gerne dabei mitgeholfen, die 3:2-Führung in der Verlängerung über die Zeit zu bringen. Aber weil wir dann verletzungsbedingt nochmal anders wechseln mussten, hat es sich leider nicht ergeben.

Nach dem DFB-Pokal folgt am kommenden Wochenende in Wolfsburg der Bundesliga-Start. Die Vorfreude auf die 1. Liga ist wahrscheinlich groß, oder?

Auf jeden Fall, ich habe ja auch einige Zeit drauf hingearbeitet, wieder in die 1. Liga zu kommen. Das ganze Drumherum ist noch eine Nummer größer als die 2. Bundesliga – gerade bei so einem Verein wie dem 1. FC Köln.

Und zum Heimauftakt kommt dann am 23. August der BVB, für den Sie bis 2011 gespielt haben. Haben Sie noch Kontakt dorthin?

Direkten Kontakt habe ich nicht mehr – es ist ja nun auch schon ein paar Jahre her, dass ich beim BVB war. Aber einige Gesichter werde ich sicherlich noch kennen, wenn sie nächsten Freitag zu uns kommen.

Und wieviele Kartenwünsche sind für dieses Spiel schon bei Ihnen eingegangen?

Auf jeden Fall so viele, dass ich sie nicht alle erfüllen kann. Es ist eben ein Topspiel, für das ich nicht mal einfach so 40, 50 Karten besorgen kann.

Zum Schluss noch eine Frage, bei der die Verbundenheit zum Fußball in Ihrer Heimatstadt auf dem Prüfstand steht: Wissen Sie, wer vor gut einer Woche Schwerter Fußball-Stadtmeister geworden ist?

Nee, das kann ich leider aktuell nicht beantworten – obwohl ich in den vergangenen Jahren immer mal versucht habe, bei den Stadtmeisterschaften vorbeizuschauen, wenn es zeitlich möglich war.

Um die Antwort zu geben: Ihr Ex-Verein VfL Schwerte ist Stadtmeister geworden...

Ah ja – der VfL hat doch auch Vereinsjubiläum und feiert demnächst sein 100-jähriges Bestehen, richtig? Ich kenne natürlich meinen Trainingsplan an diesen Tagen noch nicht. Aber wenn es zeitlich passt, könnte ich mir vorstellen, vielleicht mit meinem Bruder mal am Schützenhof vorbeizuschauen.

Zur Person

Die Karriere des Lasse Sobiech

Lasse Sobiech (28) hat als kleiner Junge beim VfL Schwerte mit dem Fußballspielen begonnen und kickte bis 2003 am Schützenhof. Es folgte der Wechsel zu Borussia Dortmund. Für den BVB stand der Defensivspieler als B- und A-Jugendlicher in vier Endspielen um die Deutsche Meisterschaft, ohne aber eines davon gewonnen zu haben. Seit 2009 ist Sobiech Profi, gehörte zum schwarz-gelben Meisterkader 2010/11 (allerdings ohne Einsatz) und wurde in seiner BVB-Zeit auch zum U21-Nationalspieler. 2011 wechselte der Schwerter zum Zweitligisten FC St. Pauli, ehe er in der 1. Bundesliga für Greuther Fürth (2012/13) und den Hamburger SV (2013/14) spielte und in diesen beiden Spielzeiten auf 34 Bundesliga-Einsätze kam. 2014 wechselte Sobiech zurück zum FC St. Pauli, für den er vier Jahre spielte. In dieser Zeit avancierte Sobiech zu einem der besten Innenverteidiger der 2. Liga. Im Sommer 2018 wechselte Sobiech zum 1. FC Köln, mit dem er im Mai dieses Jahres den Bundesliga-Aufstieg feierte.
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