„Da steht man dann als Trainer da und weiß nicht mehr, was man sagen soll“

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Nein, so hatten sich die Spätstarter des Geisecker SV ihr erstes Bezirksliga-Spiel nach der Winterpause nicht vorgestellt. Nach dem 1:5 gegen Schwelm lecken die „Kleeblätter“ ihre Wunden.

Geisecke

, 25.02.2019, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wirkte nicht gespielt, als Thomas Wotzlawski in der Spieltags-Vorschau am Freitag jede Menge Zuversicht verbreitete – Geiseckes Trainer war fest davon überzeugt, dass seiner Truppe ein positiver Start in den zweiten Teil der Saison gelingen würde.

„Wenn ich allein das Abschlusstraining am Freitag sehe – neun gegen neun, da war richtig Dampf drin. Jeder hat darauf gebrannt, dass es endlich losgeht.“

Aber dann die Ernüchterung am Sonntagnachmittag. 0:3 nach nicht einmal einer halben Stunde, 1:5 am Ende – viel bitterer hätte es nicht laufen können für das Team vom Buschkampweg.

Glasklare Chancen nicht genutzt

„Da steht man dann als Trainer da und weiß nicht mehr, was man sagen soll“, gestand Wotzlawski am Tag danach. Dabei hatten die Geisecker gar nicht so schlecht gespielt. „Glasklare Chancen“ (O-Ton Wotzlawski) waren vorhanden. Das Problem dabei: Sie wurden nicht genutzt. Ganz anders der VfB Schwelm, der den Geiseckern munter nach dem Motto „Jeder Schuss ein Treffer“ schon bis zum Seitenwechsel vier Tore einschenkte.

„Noch schlimmer wäre es gewesen, wenn wir 1:5 verloren hätten, ohne uns überhaupt Chancen herauszuspielen“, meint Wotzlawski. Doch der Trainer sagt auch: „Irgendwann kann man nicht mehr sagen, dass es nur etwas mit Pech zu tun hat. Am Ende des Tages ist es auch eine Frage der Qualität.“

Trotzdem ist der Trainer weit davon entfernt, verbal auf seine Mannschaft einzuprügeln. „Was soll es bringen, jetzt alle Wände einzureißen? Man kann ja nicht sagen, dass die Jungs nicht wollten.“

„Ein kleines Endspiel“ in Letmathe

Fakt ist aber auch, dass die tabellarische Situation keinen Anlass gibt, dem nächsten Spiel entspannt entgegenzusehen. Ein Vier-Punkte-Polster haben die Geisecker auf den ersten Abstiegsplatz, den der ASSV Letmathe bekleidet. Und wie es der Zufall will, heißt der nächste Geisecker Gegner: ASSV Letmathe. „Ein kleines Endspiel“ nennt Wotzlawski die Partie in knapp zwei Wochen.

Offenbar dem närrischen Treiben zugeneigt, haben die Spielplangestalter für das bevorstehende Karnevalswochenende keinen Spieltag angesetzt. Um im Rhythmus zu bleiben, werden die Geisecker am Sonntag ein Testspiel gegen den A-Ligisten Sportfreunde Sümmern absolvieren.

Stürmer Jonas Hudek wird dabei höchstwahrscheinlich nicht mitwirken können. „Verdacht auf Fußbruch“ vermeldete sein Trainer am Montag - es wäre eine Verletzung, die ins Bild dieses Geisecker Fußballsonntags passen würde.

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