Coronavirus: Fußballspiele sind bisher keine Superspreader-Events

dzKommentar

Erneut Maßnahmen zu ergreifen, ist nach steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus nachvollziehbar. Warum der Sport dazu allerdings auch gehört, versteht der Autor nicht ganz.

Schwerte

, 12.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eins vorab: Dass die Verantwortlichen des Kreises Unna mit drastischen Maßnahmen auf die erhöhten Infektionszahlen reagieren mussten, ist absolut nachvollziehbar. Die Maßnahmen betreffen alle Bereiche – da müssen dann wohl auch die Mannschaftssportler in den sauren Apfel beißen.

Wobei auch zur Wahrheit gehört, dass Fußballspiele oder Aufeinandertreffen anderer Mannschaftssportarten bisher nicht als Superspreader-Events, wie man es in schönstem Neudeutsch wohl nun nennt, auffällig geworden sind.

Kuriose Absagen im Schwerter Sport

Und kurios waren die Auswirkungen der Kreis-Verfügung am Wochenende schon: In der Gänsewinkel-Sporthalle waren die Handballer der HVE Villigst-Ergste am Samstag ganz normal am Ball, die tags darauf an gleicher Stelle vorgesehenen Partien der HSG Schwerte/Westhofen fielen aus.

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Oder im Fußball – nehmen wir den VfB Westhofen als Beispiel: Das Heimspiel an der Wasserstraße durfte nicht stattfinden. Ein paar Steinwürfe entfernt, einmal über den Berg nach Garenfeld, wurde dagegen vor einer dreistelligen Zuschauerzahl gekickt. Genauso wie in Dortmund-Holzen, das genauso nah an Westhofen liegt.

Aber mal ehrlich: Aufregen muss man sich über diese Skurrilitäten wohl eher nicht. Denn die Infektionszahlen steigen auch in der Nachbarschaft nach wie vor – es wäre nicht überraschend, wenn der Kreis Unna in dieser Hinsicht nur in der Vorreiterrolle war.

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