Abstieg - das hätte sich Fußballprofi Niklas Heidemann gerne erspart

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Niklas Heidemann hat das erlebt, was sich jeder Mannschaftssportler in seiner Karriere gern ersparen würde: Der Schwerter Profi ist mit seinem Verein, dem SC Preußen Münster, abgestiegen.

Schwerte

, 03.07.2020, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit vergangenen Mittwochabend steht fest, dass die Preußen den Klassenerhalt in der 3. Liga nicht mehr schaffen können. die 0:3-Heimniederlage gegen den SV Meppen hat dafür gesorgt, dass Münsters Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf vier Punkte angewachsen ist – und es ist nur noch ein Spiel zu absolvieren.

In Magdeburg geht es nur noch um die Statistik

Dieses führt die Münsteraner an diesem Samstag nach Magdeburg – knapp 300 Kilometer für ein bedeutungsloses Spiel, denn auch für die im Niemandsland der Tabelle platzierten Gastgeber geht es nur noch um die Statistik.

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Niklas Heidemann, der gegen Meppen am Mittwoch in der 79. Minute beim Stand von 0:3 eingewechselt wurde, war die Enttäuschung über den verpassten Klassenerhalt auch mit ein bisschen Abstand noch deutlich anzumerken.

„Schwierig, das Ganze in Worte zu fassen“

„Es ist extrem schwierig, das Ganze in Worte zu fassen“, sagt der 25-Jährige – zu frisch ist der Frust darüber, dass sich die Hoffnungen nicht mehr erfüllt haben, am Ende der Saison doch noch „über dem Strich zu stehen“.

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Dies war seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Pause nie der Fall. Auf der anderen Seite war der Abstand zum rettenden Ufer nicht so groß, dass der Klassenerhalt ein unrealistisches Szenario war.

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Nun aber herrscht Gewissheit, dass der Traditionsverein nach neunjähriger Zugehörigkeit zur dritthöchsten Spielklasse runter in die Regionalliga muss – mit Niklas Heidemann? Diese Frage kann der Schwerter noch nicht beantworten – verständlicherweise.

Heidemanns Vertrag in Münster läuft aus

„Wir waren bis Mittwoch alle nur auf das Ziel fokussiert, den Klassenerhalt noch zu schaffen und nicht damit, wie es nächste Saison weitergeht. Ich denke, in zwei, drei Wochen weiß man mehr“, sagt er. Heidemanns Vertrag läuft mit dem letzten Saisonspiel aus.

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Um vier Tage hatte er ihn über den 30. Juni hinaus noch zu verlängern, um auch die letzten beiden Saisonspiele für die Preußen noch bestreiten zu können.

Nun ist es also nur noch der nicht sonderlich attraktive Trip nach Magdeburg, der für Heidemann und seine Teamkollegen noch auf dem Programm steht.

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„Die Saison ordentlich zu Ende bringen“

Und wie motiviert man sich für so ein Spiel? „Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende bringen. Das ist das Mindeste, was wir noch tun können“, meinte Heidemann. Der bittere Abstieg aber ist nicht mehr zu verhindern.

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