Will der SuS Olfen nun die Verbandsliga-Staffel wechseln?

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Eine Eingliederung in die Verbandsliga-Staffel 5 hat den SuS Olfen überrascht. Schließlich wäre in einer Staffel mit kürzeren Fahrten sogar noch Platz. Kritik am Verband verbietet sich der SuS Olfen aber. Und das hat einen Grund.

Selm

, 23.06.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weite Fahrten bahnen sich beim SuS Olfen. Der Volleyball-Verbandsligist muss aufgrund der Einsortierung in die Ostwestfalen-Gruppe gut 2000 Kilometer Auswärtsfahrten in der kommenden Saison hinter sich bringen. Trainer Dietmar Köhler kann mit der Eingruppierung aber erstaunlich gut leben.

Dass Aufsteiger SuS Olfen künftig in der Verbandsliga 5 aufschlägt, war eine kleine Überraschung. Schließlich umfasst die Staffel mit den weiten Fahrten nach Ostwestfalen, die auch der SuS Olfen auf sich nehmen muss, elf Mannschaften. In der benachbarten Münsterland-Staffel (4) spielen dagegen nur neun Teams, von denen einige unter geografischen Aspekten sogar besser in die Staffel 5 passen würden.

Köhler musste schon als Spieler und Trainer beim TV Dülmen die weiten Fahrten auf sich nehmen. Einen Antrag, doch in die Staffel 4 zu wechseln und dort einen der freien Startplätze zu übernehmen, werden die Olfener aber nicht stellen. Denn in der Verbandsliga 5 rechnen sich die Olfener bessere Chancen auf den Klassenerhalt aus.

Der Trainer ist über die Ligenzusammensetzung ganz glücklich

„Es hat uns gut getroffen. Ich bin ganz froh, dass wir in dieser Liga sind. In der Münster-Staffel möchte ich nicht drin sein. Gegen Recklinghausen haben wir auch nie gewonnen“, sagte Köhler. Die Staffel 5 hält er für nicht so leistungsstark. Denn zum einen seien die stark einzuschätzenden Münsteraner Mannschaften nicht in der Liga. Zudem gebe es nur ein Reserveteam, aber fünf Landesliga-Aufsteiger - so viele wie in keiner anderen Verbandsliga.

Erleichternd komme auch hinzu, dass keine vermeintlichen Top-Mannschaften in der Liga seien. Nur Lüdinghausen als Verbandsliga-Zweiter belegte eine richtig gute Platzierung. Fünf etablierte Verbandsligisten steckten im Abstiegskampf, drei davon standen auf Abstiegsplätzen. Drei weitere Aufsteiger standen zum Abbruch nicht auf Platz eins. Das könnte darauf hindeuten, dass die Staffelstärke nicht so groß ist. „Unsere Chancen sind da vielleicht höher als gedacht“, sagte Johanna Jäger, Kapitänin der Mannschaft. Vorteilhaft sei laut Köhler, dass die Mannschaften den SuS Olfen größtenteils nicht kennen.

Keine Derbys mehr mit dem Lüner SV

„Schade ist aber, dass wir nicht auf den Lüner SV treffen“, sagte Köhler. Zum LSV pflegt der SuS ein freundschaftliches Verhältnis. Der Klub, der vor den Olfenerinnen Platz eins belegte, wurde der Sauerland-Gruppe, die Verbandsliga 3, zugeteilt und drückte über Instagram auch aus, dass man den SuS Olfen in der kommenden Saison als Gegner vermissen wird.

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