Rik Amann: „Wir wollen nicht um jeden Preis wieder trainieren“

Corona-Kolumne (8)

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln.

von Rik Amann

Olfen

, 06.05.2020, 06:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hammerwerfer Rik Amann wartet darauf, dass die Sportanlagen freigegeben werden.

Hammerwerfer Rik Amann wartet darauf, dass die Sportanlagen freigegeben werden. © Rik Amann

Mittlerweile gibt es die ersten Diskussionen darüber, ob und wann die Sportanlagen wieder öffnen können. Am Mittwoch wollen die Verantwortlichen weiter beraten und eventuell schon erste Ergebnisse verkünden. Es wäre aufgrund der von mir mehrfach angesprochenen Planungsunsicherheit sehr wünschenswert, dass es zumindest einen Fahrplan für die nächsten Wochen gibt.

Denn während in der Fußball-Bundesliga darüber nachgedacht wird, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen und dafür riesige Mengen an Corona-Tests zu verbrauchen, warten die meisten Sportler noch darauf, überhaupt wieder richtig trainieren zu können.

Selbst die großen Leichtathletik-Verbände wie der DLV können nicht weiter planen. Sollte es ein Sportevent-Verbot für die nächsten Monate geben, wie in Frankreich beispielsweise, so würde es keine Überlegungen mehr geben, Deutsche Meisterschaften stattfinden zu lassen. Doch so möchte man natürlich keine vorschnellen Entscheidungen treffen.

Athleten trainieren provisorisch

Ähnlich geht es uns Athleten im Moment. Wir trainieren provisorisch weiter, wollen die Saison nicht zu früh abbrechen, doch wissen eigentlich auch gar nicht so richtig, was dieses Jahr noch kommt.

Ein Appell an die Politiker, nun doch endlich wieder die Sportanlagen zu öffnen, wäre meiner Meinung nach das falsche Signal. Wir wollen nicht um jeden Preis wieder trainieren und alles wie vorher nutzten können, ohne Abstriche machen zu müssen.

Nein, wir vertrauen den Experten, dass die Sportanlagen dann wieder geöffnet werden, wenn es die Lage zulässt. Wünschenswert wäre einfach ein voraussichtlicher Zeitplan. Wann könnten Anlagen wieder geöffnet werden? Kann man dieses Jahr noch an Wettkämpfe denken? Oder sollte man die Saison jetzt einfach abschreiben?

Kommt es denn dann zur Öffnung der Sportplätze, so sind wir uns alle bewusst, dass es sich einiges ändern wird. Wir werden alle Abstand halten müssen, werden nur in Kleingruppen trainieren können und jeder wird nur ein Sportgerät benutzen können. Doch das ist uns allen bewusst und das machen wir gerne. Darauf sind auch wir vorbereitet.

Alle Teile der Serie:

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln. Amann war bereits Leichtathlet des Jahres im SuS Olfen, in dem er seit 2006 Mitglied ist. Seine größten Erfolge waren die Silbermedaille bei den Deutschen U16-Meisterschaften im Jahr 2016 und der sechste Platz in der U18 im Jahr 2018.
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