Rik Amann plant wieder um und legt einen neuen Saisonschwerpunkt

Coronavirus

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln.

von Rik Amann

Olfen

, 24.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Heimring in Olfen finden in diesem Jahr die Westfalenmeisterschaften statt. Auf diesen Wettkampf legt Rik Amann nun das Hauptaugenmerk.

Im Heimring in Olfen finden in diesem Jahr die Westfalenmeisterschaften statt. Auf diesen Wettkampf legt Rik Amann nun das Hauptaugenmerk. © SuS Olfen

Nach dem DLV zieht nun auch der FLVW nach und gibt wieder grünes Licht für die Durchführung von Wettkämpfen. Aber natürlich geht auch das mit großen Einschränkungen einher. Auf seiner Internetseite hat der FLVW sieben zentrale Punkte veröffentlicht, welche erfüllt werden müssen, damit ein Wettkampf genehmigt werden kann.

Doch an Euphorie und Normalität ist dabei auch noch nicht zu denken. Denn es werden nur kleine Wettkämpfe, wie zum Beispiel die einzelner Disziplingruppen genehmigt und es gibt Teilnehmer-, Betreuer- und Zuschauerbeschränkungen. Also ist es doch mehr eine Notlösung, um irgendwie noch an Wettkampfleistungen zu kommen, als eine echte Rückkehr zur Normalität.

Wettkampfabsagen sind gut

Mich persönlich betreffen diese Änderungen dieses Mal auch wieder. Während der DLV mit endgültigen Terminen, Wettkampfvoraussetzungen oder weiteren Infos auf sich warten lässt, gibt der FLVW den Athleten deutlich mehr Planungssicherheit.

Die Münsterlandmeisterschaften, welche in diesem Jahr in Lüdinghausen hätten stattfinden sollen sind nun abgesagt. Nicht eventuell und nicht nur unter Vorbehalt, sondern ganz. Das finde ich auch gut so. Nicht weil ich mir diese Meisterschaften nicht gewünscht hätte, sondern weil es ehrlich und fair ist. Ehrlich vom Veranstalter, der sagt, dass eine Umsetzung mit Hygienekonzept kaum möglich ist.

Gerade nicht für kleinere Vereine, welche ohnehin auf ehrenamtliche Helfer angewiesen sind. Und fair den Athleten gegenüber, ihnen dies frühzeitig mitzuteilen um eine - so gut es eben geht - optimale Saisonplanung zu ermöglichen.

Westfalenmeisterschaften finden statt - in Olfen

Für mich steht nun auch fest, dass die Wesfalenmeisterschaften im Hammerwerfen dieses Jahr nun doch noch stattfinden werden. Dies bedeutet nun natürlich auch, wieder andere Schwerpunkte im Training zu setzen. Von einem intensiven Techniktraining der letzten Wochen als Vorbereitung auf das nächste Jahr geht es nun zur Wettkampfvorbereitung über, um Anfang September doch noch einigermaßen gute Leistungen zeigen zu können.

Doch das alles ist nur möglich, da der FLVW frühzeitig Entscheidungen kommuniziert und meiner Meinung nach das volle Augenmerk auf die Athleten legt. Da hat der DLV hingegen noch deutliches Potenzial in seinem Handeln. Somit bleibt zu hoffen, dass auf allen durchgeführten Wettkämpfen auch wirklich dem Infektionsschutz die größte Bedeutung beigemessen wird und nicht nur den Leistungen.

Alle Teile der Serie:

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln. Amann war bereits Leichtathlet des Jahres im SuS Olfen, in dem er seit 2006 Mitglied ist. Seine größten Erfolge waren die Silbermedaille bei den Deutschen U16-Meisterschaften im Jahr 2016 und der sechste Platz in der U18 im Jahr 2018.
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