Wie haben die Fußballer des SuS Olfen Karneval überstanden? Es drohen einige Ausfälle

dzFußball

Eigentlich dreht sich beim SuS Olfen alles um das vielleicht vorentscheidende Abstiegsderby gegen Union Lüdinghausen. Wäre nicht am Wochenende Narren-Zeit gewesen.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 27.02.2020, 11:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktuell hat Olfen-Coach Michael Krajczy drei Karnevals-Ausfälle zu beklagen, er rechnet aber noch mit mehr. Im Gegensatz zu seinen ersten Jahren beim SuS weiß der Trainer aber mittlerweile, wie er damit umzugehen hat.

Dienstag war in Olfen der Karnevalsumzug. Am Mittwochmorgen um 9.15 gab es schon die erste Krankmeldung, mittlerweile sind es schon drei. Felix Schröder, Michael Karwot und Matthias Potthoff sind bisher schon für die Trainingseinheiten am Mittwoch, Donnerstag und Freitag abgemeldet und dabei kann „Mattes“ Potthoff selbst gar nichts dafür. „Da ist nicht mal das Karnevals-Wochenende dran Schuld, er hat schon seit letzter Woche eine Mandelentzündung und liegt seitdem völlig flach“, erklärt Trainer Michael Krajczy.

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Was für andere Trainer ein halber Weltuntergang wäre, ist für den Olfener mittlerweile völlig normal. „So ist es eben. Karneval ist hier in Olfen eben eine völlig verrückte Zeit. Dazu war das Wetter noch richtig schlecht und dann werden die Leute eben schnell krank.“ Bis zum Wochenende und zum Derby gegen Union Lüdinghausen rechnet Krajczy noch mit einigen mehr Ausfällen: „Solange ich noch elf Mann aufstellen kann, ist alles gut. Wir sind immernoch im Amateurfußball, da muss so etwas erlaubt sein.“

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Und dabei könnte der Schlagabtausch gegen Union vorentscheidend im Abstiegsrennen sein. Lüdinghausen steht aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz und der SuS könnte den Abstand auf diesen Platz im Siegesfall auf acht Punkte vergrößern. Das Hinspiel gewann Olfen auf dem eigenen Platz auch klar mit 5:1. Unter den Torschützen damals: Der aktuell kranke Felix Schröder.

Narrenzeit beflügelte SuS Olfen zuletzt

Dennoch - im vergangenen Jahr scheint die närrische Zeit die Olfener regelrecht zu beflügelt zu haben. Nach dem spielfreien Karnevals-Wochenende hatte der SuS im Frühling kein einziges Spiel mehr verloren. Am Ende stand bekanntlich der Aufstieg als Ergebnis. „Ja, dann wird es wohl in diesem Jahr auch so sein“, sagt Krajczy mit einem Augenzwinkern. „Nein, so wird es mit Sicherheit nicht sein, aber wir haben aus der Vergangenheit gelernt.“

In der Saison 2017/18 gab es beim SuS im folgenden März einen echten Knick, der womöglich das Aufstiegsrennen gekostet hat. „Ich habe gelernt, dass es hier einfach dazu gehört. Und dass man auch mit 12 oder 13 fitten Spielern Training machen kann“, sagt der Coach, der selbst nur an einem Tag Karneval gefeiert hat. Deshalb hat er traditionell die Trainingseinheiten von zwei auf drei erhöht. „Das ist kein Straftraining oder so, da würde mich die Spieler auslachen“, sagt Krajczy. „Ich möchte einfach nur genau sehen, wen ich am Wochenende aufstellen kann und wer eher zu Hause bleiben sollte.“

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