Union Lüdinghausen leckt die Wunden - Tobias Tumbrink: „Sind leidenschaftslos aufgetreten“

dzFußball

Nach der 1:5-Derbypleite beginnt Union Lüdinghausen mit der Aufarbeitung. Tobias Tumbrink kritisiert die Einstellung der Truppe. Auch Patrick Voll stellt die Charakterfrage.

Olfen

, 02.09.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Union Lüdinghausen saß der Stachel nach der 1:5-Derbyniederlage in der Fußball-Bezirksliga beim SuS Olfen am Sonntag tief. Lüdinghausens Trainer Tobias Tumbrink gratulierte dem Gewinner und fand deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft.

„Die Olfener haben das von der ersten Minute auf den Platz gebracht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Wir sind sehr leidenschaftslos aufgetreten und haben uns mit der ersten Minute den Schneid abkaufen lassen“, sagte Tumbrink nach dem Spiel. „Ein verlorener Zweikampf oder ein Fehlpass gehören zum Fußball dazu. Aber was man immer erwarten kann, ist Leidenschaft. Die haben wir vermissen lassen“, sagte Tumbrink.

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Patrick Voll: „Olfen ist in die Zweikämpfe geflogen“

Patrick Voll, Führungsspieler und Abwehrchef bei den Schwarz-Roten, appellierte ebenfalls an die Einstellung. „Es sind die Grundtugenden im Fußball. Die Mannschaft, die hier gewinnen wird, zeigt Emotionen. Und so hat Olfen das auch gemacht von der ersten Minute. Die sind in die Zweikämpfe geflogen und sie haben es spielerisch nicht schlecht gemacht“, sagte Voll.

Tumbrink war sauer: „Ich habe vor dem Spiel gesagt: Hier geht es nicht nur um sich selbst, um die Art und Weise, wie man für sich auftritt, sondern es ist ein Derby. Da spielt man für Bekannte, Verwandte und Freunde, die über das Derby noch ein paar Tage reden.“

Fehlen Union Lüdinghausen die Typen auf dem Feld?

Patrick Voll mutmaßte: „Vielleicht haben uns einfach die Persönlichkeiten auf dem Platz gefehlt, die so ein Derby entscheiden. Nach unserem 3:1 kommt wenig Aufbäumen und das ist schade“, sagte Voll, „vielleicht haben die ersten drei Spiele dazu beigetragen, dass wir denken, dass alles von alleine geht, aber jetzt müssen wir im Training wieder Gas geben und im nächsten Spiel eine andere Einstellung zeigen.“

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Tumbrinks Erklärungsversuch: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es für einige Spieler nicht das Derby war wie gegen Nordkirchen. Das hat man schon vor dem Spiel gemerkt, dass einigen nicht klar war, dass das ein wichtiges Spiel geht und es nicht nur um drei Punkte geht, sondern um mehr. Die Anspannung kam nie auf“, sagte Tumbrink. Olfen sei in „allen Teilbereichen“ besser gewesen.

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Union Lüdinghausen erwartet nun ein Straftraining

Lüdinghausens Coach kündigte Konsequenzen für die Trainingswoche an: Tumbrink sagte, dass das Team wieder zueinanderfinden müsse. „Das Kollektiv hat uns in den letzten Wochen ausgezeichnet. Das müssen wir aufarbeiten“, so Tumbrink. Aber er versprach auch, dass das Training hart wird: „Strafe muss sein und die wird sich auch finden im Training.“

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Ob die Verletzten bei Union kommenden Sonntag gegen die SpVgg Vreden II wieder dabei sind, ist unklar. Marius Grewe ging nach Adduktorenproblemen schon nach einer halben Stunde runter. Sven Görlich wurde minutenlang behandelt. Tumbrink geht von einer Steißbeinprellung aus. Ganz bitter: Nils Weimer, der für Grewe kam, knickte eine Viertelstunde später um.

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