Die A-Liga-Fußballer des SuS Olfen können mit der bisherigen Saison in der Fußball-Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld zufrieden sein. Trainer Michael Krajczy kennt aber noch Schraubstellen.

Olfen

, 03.01.2019, 14:46 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der SuS Olfen hat sich in der Tabelle weit oben festgesetzt. Mit 40 Punkten aus 19 Spielen belegt er derzeit in der Fußball-Kreisliga A Ahaus/Coesfeld den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Westfalia Osterwick, der 46 Zähler aufweist. Grund genug, um mit Trainer Michael Krajczy eine Halbjahresbilanz zu ziehen.

Der Saisonverlauf: Mit einem furiosen 4:4-Remis startete der SuS Olfen beim SV Borussia Darup nicht optimal in die Saison. Es folgten fünf Siege in Serie, ehe der SuS die erste Niederlage auswärts beim SuS Legden (0:1) einstecken musste. Insgesamt ging Olfen nur dreimal als Verlierer vom Platz – 1:2 gegen DJK Vorwärts Lette, 0:3 beim ASC Schöppingen – und trennte sich viermal remis. Dem gegenüber stehen satte zwölf Siege.

Unter anderem knüpfte der SuS Olfen dem Spitzenreiter Westfalia Osterwick einen Punkt ab (1:1), hatte in dieser Partie aber viele gute Chancen und die Möglichkeit auf den Sieg. Der SuS Olfen zeigte sich auswärts etwas stärker, sammelte dort 21 Punkte. Zu Hause sicherte sich das Team 19 Zähler – das liegt aber auch daran, dass Olfen bislang nicht viele Heimspiele hatte.

So richtig zufriedenstellend ist das Resultat für Coach Krajczy noch nicht: „Wenn man bedenkt, dass wir viele neue Spieler integriert haben, ist das Ergebnis doch schon ganz gut. Aber man muss auch bedenken, dass wir einige Punkte liegen gelassen haben, weil wir zu fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen sind.“ Vor der Saison verpflichtete Olfen mit Michael Potthoff einen erfahrenen spielenden Co-Trainer. Auch Gordon Zyla bringt höherklassige Erfahrung mit. Mangelnde Erfahrung hatten die Olfener in der vergangenen Saison als Schwachstelle ausgemacht.

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Der Trend: Coach Krajczy glaubt, dass der SuS Olfen in der Rückrunde noch stärker wird: „Die Mannschaft hat sich allmählich gefunden und wird immer stärker. Natürlich sind wir sechs Punkte zurück. Aber es ist noch nichts entschieden.“ Vor allem aber gegen die vermeintlich Kleinen ließ Olfen Federn. Die Niederlage gegen Lette war vermeidbar. Osterwick als Kontrahent agierte konstanter, sagte Norbert Sander, Sportlicher Leiter der Olfener, kürzlich.

Die Gewinner: Gordon Zyla bewies in dieser Saison sein Führungspotenzial. „Er hat bisher auf der Sechs sehr gute Spiele gemacht und ist gar nicht mehr wegzudenken“, lobt Krajczy. Einer, der sich ebenfalls ein Sonderlob verdient hat, ist Nachwuchsakteur Robin Maikötter, der es immerhin auf 16 Einsätze schaffte, sich nicht versteckte und sich gut eingefügt hat – wie auch Phillip Jesussek, den der SuS ebenfalls aus der U19 hochgezogen hat. „Das ist für einen Jugendspieler schon eine Hausnummer. Er hat einen Riesensprung gemacht“, freut sich der SuS-Coach über Maikötters Entwicklung.

SuS Olfens Trainer Michael Krajczy hofft auf mehr Konstanz

Michael Krajczy © Reith

„Wir müssen vor allem vor dem Tor noch gieriger werden“
Michael Krajczy

Der Verlierer: Christian Brüse ist der Verlierer der Hinrunde. Er zog sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. „Das war eine ganz bittere Geschichte. Das tut mir auch für ihn sehr leid. Er ist ein absoluter Führungsspieler und ein super Typ, der diese schwere Verletzung aber toll weggesteckt hat“, so Krajczy.

Die Baustellen: In der Saison hat der SuS Olfen alles erlebt: Von Glück bis Pech. „Wir wollen weiter arbeiten und uns weiterentwickeln. Wir müssen vor allem vor dem Tor noch gieriger werden“, fordert Krajczy. Mit 40 Toren stellt der SuS Olfen derzeit einen guten Angriff. Aber laut Krajczy geht da noch mehr. Zudem hofft der Coach, dass sein Team konstanter wird. „Wir wissen, dass wir noch an ein paar Schraubstellen zu drehen haben. Wir arbeiten stetig weiter“, so Krajczy.

Verglichen mit Osterwick ist die Abwehr ein Problem. Die Westfalia hat acht Gegentore weniger kassiert. Und dort gewinnt man bekanntlich Meisterschaften.

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Das Ziel: Das oberste Ziel des SuS Olfen ist es, weiter mit den jungen Spielern zu arbeiten. Sechs Punkte liegt Olfen hinter Spitzenreiter Osterwick. „Wir wissen, dass es schwer genug wird. Aber es ist machbar. Natürlich wollen wir weiter oben dran bleiben“, sagt Krajczy. Ob es am Ende für ganz oben reicht, wird sich zeigen.

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