SuS Olfen zahlt Lehrgeld bei Chancenverwertung – 0:3 gegen die TSG Dülmen

dzFußball-Bezirksliga

Gegen die TSG Dülmen vergibt der SuS Olfen zu viele Chancen, um etwas Zählbares zu holen. Am Ende entscheidet ein Angriffs-Duo das Spiel.

18.08.2019, 20:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SuS Olfen hat bei der 0:3-Niederlage am Sonntag gegen die TSG Dülmen Lehrgeld in Sachen Kaltschnäuzigkeit gezahlt. Trotz guter Chancen verpassten es die Olfener, vor heimischem Publikum einen Treffer zu erzielen. Am Ende siegt Dülmen verdient und bleibt Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga.

Bezirksliga 11

SuS Olfen – TSG Dülmen

0:3 (0:1)

Der SuS Olfen hatte durchaus die Möglichkeiten, das Spiel in eine andere Richtung zu lenken. Die Beste davon vergab Niklas Mählmann in der 26. Minute. Nach einem Foul an Felix Schröder trat Mählmann zum fälligen Strafstoß an, vergab diesen dann aber kläglich. „Wenn der reingeht, läuft das Spiel komplett anders. Wir waren da gerade dran und hatten noch weitere Chancen. Da hätten wir davonziehen können“, sagt der Olfener Kapitän Marvin Böttcher.

Nur zwei Minute vor dem Strafstoß hatte der gut aufgelegte Schröder auch schon eine gute Möglichkeit vergeben, als er nach einem Dülmener Abwehrfehler im Eins-gegen-Eins mit dem Torwart scheiterte. Allerdings hätte ein Treffer nur den 1:1-Ausgleich bedeutet, denn Dülmen ging bereits nach 15 Minuten durch einen Treffer von Alexander Kock in Führung. Dabei machten es die Olfener dem Favoriten von Beginn an schwer.

In einem 4-4-2 mit zwei tief stehenden Viererketten und zwei schnellen Stürmern davor empfingen sie Dülmen und machten das Zentrum im Mittelfeld dicht. „Wir wollten die Räume eng machen und den Gegner nicht zu früh anlaufen. Schließlich wussten wir auch um die Stärken von Dülmen“, so der Olfener Trainer Michael Krajczy. Dadurch wurden die Gäste zu langen Bällen gezwungen, die den Olfenern allerdings Probleme bereiteten, wenn diese in den Rücken der Verteidigung gelangten.

So auch beim Dülmener Führungstreffer. Nach einem langen Ball aus der TSG-Abwehr tauchte der Außenstürmer Gioel Aresu alleine vor SuS-Torwart Andre Milewzyk auf und legte auf seinen Sturmkollegen Alexander Kock rüber, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Wenn Dülmen mal gefährlich wurde, dann auch in der Folge fast immer durch die Flügelzange Kock und Aresu. Deren Qualität musste auch Krajczy neidlos anerkennen: „Die beiden Außen haben das schon richtig gut gemacht. Da war richtig Qualität unterwegs.“

Olfener fordern Rote Karte

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es dann nochmal laut auf dem Olfener Sportplatz. Bei einer Ecke ging SuS-Verteidiger Michael Karwot nach einem Schlag ins Gesicht zu Boden. Die Zuschauer und die Olfener Bank forderten daraufhin vehement die Rote Karte für den Dülmener Mario Espeter. Schiedsrichter Daniel Graffe beließ es allerdings bei einer Gelben Karte.

In der zweiten Halbzeit ließen dann die Olfener Defensiv-Bemühungen etwas nach und Dülmen bekam mehr Platz zum Kombinieren. Diesen nutzten sie auch direkt im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Nach einer schönen Passstafette über die linke Seite war erneut Kock frei durch und versenkte alleine vor dem Tor sicher. „Da sieht man halt, dass die einfach einen Tacken kaltschnäuziger sind vor dem Tor. Das macht am Ende den Unterschied aus. Bei uns fehlt das einfach noch zum Teil“, so Böttcher.

Auch in der Schlussphase kam Olfen weiter zu guten Torchancen. Aber zuerst verpassten Mählmann und der eingewechselte Julian Wilhelm nach einer Flanke von Fabian Konietzni (82.). Dann vergab Sven Schlestein freistehend aus elf Metern die nächste gute Möglichkeit (88.). Auf der anderen Seite zeigte erneut Kock, wie es besser geht, als er mit seinem dritten Schuss sein drittes Tor erzielte und so die Lehrstunde in Sachen Kaltschnäuzigkeit beendete.

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