SuS Olfen spielt zu oft „Wild-West“ statt nach dem Erfolgskonzept gegen den Waltroper HV

Handball-Kreisliga

Die Derbyniederlage gegen den Waltroper HV ist schon die fünfte in Folge für den SuS Olfen. In die Weihnachtspause geht Olfen daher als Schlusslicht der Tabelle.

Olfen

, 16.12.2018, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Lemberg (M.) unterlag mit Olfen.

Timo Lemberg (M.) unterlag mit Olfen. © Weitzel

Obwohl Olfens Spieler Dominik Winkler am Samstag im Derby der Handball-Kreisliga zwischen dem SuS und Waltrop einen hervorragenden Tag erwischte und zehn Tore warf, unterlag Schlusslicht Olfen mit drei Toren beim 24:27 gegen den Nachbarn. Der verletzte Benedikt Höning fehlte bei Olfen an allen Ecken und Enden. Und es gab viel zu viele Zeitstrafen.

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SuS Olfen – Waltroper HV

24:27 (11:15)

Vor drei Wochen hatte Olfens Trainer Randolf Mertmann vier Punkte aus den letzten beiden Handballspielen des Jahres gefordert. Herausgekommen ist dabei kein einziger Zähler für den SuS. Olfen muss die Kreisliga nach der Weihnachtspause im neuen Jahr von hinten aufrollen. Der SuS ist Tabellenletzter.

Für Mertmann waren diesmal die vielen Zeitstrafen gegen seine Mannschaft ausschlaggebend. Elf Mal sahen Olfener Zwei-Minuten-Strafen. „Wenn du ein Drittel der Spielzeit in Unterzahl spielst, kannst du nicht gewinnen“, sagte er. „Die Konzeption ist darauf ausgelegt, dass wir sechs Leute sind im Angriff“, sagte Mertmann. Fehlt ein Spieler, bricht das Spiel zusammen. „Wir müssen einfach diese dummen Zeitstrafen abstellen“, forderte Mertmann.

Sein zweiter Kritikpunkt: Wieder habe die Mannschaft aufgehört, die gut funktionierenden Spielzüge zu spielen. „Warum machen wir das nicht die ganze Zeit?“, fragte Mertmann – das hatte er auch schon nach der Hüls-Niederlage aus der Vorwoche angesprochen. Doch wieder habe seine Mannschaft statt mit Ordnung zu oft „Wild-West“ gespielt, heißt: Gesetzlos – zumindest befolgte Olfen nicht die eigenen Gesetze und taktische Systeme, die die Mannschaft trainiert hatte und beherrscht. Wie schon das Hüls-Spiel ordnete Mertmann die Pleite gegen Waltrop als vermeidbar ein: „Das Spiel zu gewinnen, ist ein Muss.“

Nach Führung in der Anfangsphase kippte das Spiel nach 25 Minuten beim Stande von 10:10, als Dirk Häkel eine Zeitstrafe kassierte. Dreieinhalb Minuten später lag der SuS mit 10:15 zurück. Immer wieder kam Olfen in dem engen Spiel zurück, aber maximal bis auf zwei Tore heran. Dass jetzt Pause ist, kommt Mertmann gelegen: „Vielleicht ist es gut, mal drei Wochen Pause zu haben.“

SuS Olfen: Bölken, Billermann - Knebel (1), Winkler (10), Häkel, L. Scholten (3/1), Marc. Oberhag (1), Cremer, Kaschinski (2), Elsner (3), Lemberg (3/1), Maur. Oberhag (1)

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