SuS Olfen präsentiert ausgeklügeltes Hygienekonzept: „Das alles ist ein laufender Prozess“

dzCoronavirus

Lediglich Empfehlungen haben DFB und Kreis für die Hygienekonzepte im Fußball vorgestellt. Die Umsetzung ist Vereinssache - und wie beim SuS Olfen ein „work in progress“.

Olfen

, 07.08.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In knapp einem Monat startet die Bezirksliga wieder in die Saison. Der SuS Olfen startet dann direkt mit einem Kracher gegen den Nachbarn Union Lüdinghausen. Damit alles reibungslos funktioniert, hat der SuS ein ausgeklügeltes Hygienekonzept. Auch wenn Pressesprecher Markus Besemann betont: „Das ist alles ein laufender Prozess.“

Empfehlungen von DFB und Kreis

Schließlich würden immer wieder Mängel auftreten, die dann sofort behoben werden müssten. Ein erster Ernstfall-Test sollte daher das Testspiel der ersten Mannschaft gegen Viktoria Resse am Sonntag werden. Aufgrund der Absage wird daraus erstmal aber nichts. Dafür kann es bei den anderen Teams in kleineren Sphären getestet werden - denn das Hygienekonzept gilt für alle Mannschaften, sowohl Jugend als auch Senioren und Damen.

So sind die Zonen auf dem Platz des SuS Olfen eingeteilt.

So sind die Zonen auf dem Platz des SuS Olfen eingeteilt. © Repro SuS Olfen

Der SuS Olfen hat sich hierbei an den Empfehlungen des DFB und des Kreises gehalten, klare Vorschriften gibt es nämlich nicht. „Das ist ja das Problem, keiner sagt direkt, was zu machen ist“, so Besemann. Stattdessen gibt es 17 Seiten Empfehlungen vom DFB. Eine, die die Olfener direkt umgesetzt haben, ist die Einteilung des Platzes in drei Zonen: Zone eins ist das Spielfeld, zwei der Spieler- und Schiedsrichterbereich und drei der Bereich für die Zuschauer.

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Durch die Einteilung soll der Kontakt zwischen den Mannschaften und Zuschauern so gering wie möglich gehalten werden. Der SuS hat sogar dafür gesorgt, dass die Zonen jeweils durch verschiedene Eingänge betreten werden. So gehen die Zuschauer durch den Haupteingang rein und müssen sich dort an Stehtischen in Listen eintragen, um die Rückverfolgbarkeit nachzuweisen. Wer das schon im Vorfeld machen will, kann sich das Formular laut Besemann auf der Internet-Seite des SuS Olfen sowie auf der Facebook-Seite runterladen und zuhause ausfüllen.

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Maximal 300 Fußball-Fans dürfen das Spiel schauen. Damit auch kein Zuschauer zu viel auf das Gelände gelassen wird, gibt es erstmals Eintrittskarten. „Auf einer Rolle sind jeweils 300 Karten drauf, wenn die leer ist, darf keiner mehr rein“, erklärt der Pressesprecher das System. Auf dem Gelände gilt dann eine Abstandregelung von 1,5 Metern, die der Vorstand jeweils abgesteckt hat. Außerdem soll es überall Desinfektionsmittel geben, kündigt Besemann an.

Selbst Gast- und Heimmannschaft betreten das Gelände über unterschiedliche Eingänge: Die Mannschaften des SuS Olfen ziehen sich dann in der Turnhalle um, während die Gäste sowie Schiedsrichter den Kabinentrakt am Platz bekommen. „Damit auch hier bis zum Platz kein Kontakt entsteht“, betont Besemann. Dann ist auch hinter und um die Trainerbänke abgesperrt, damit zu den Ersatzspielern Abstand gewahrt werden kann.

Zweigeteilter Ausgang

Nach dem Spiel verlassen die Zuschauer den Platz dann über den seitlichen Eingang, welcher mit Baken gekennzeichnet ist. „Die haben wir uns von der Stadt geliehen“, meint Besemann, „damit da niemand einfach drüberklettern kann.“ Für die Umsetzung der Regeln sorgen der Vorstand sowie Ordner, die bei überkreislichen Spielen eh gestellt werden müssen.

Auf den ersten Blick scheint beim SuS Olfen also an alles gedacht zu haben. Dennoch wird Markus Besemann nicht müde zu betonen, dass dies alles eine Testphase sei. Gerade mit Hinblick auf den 6. September, wenn die Union nach Olfen kommt. „Vielleicht geben wir dann ein Karten-Kontingent an den Gast und richten eine Vorverkaufsstelle ein“, überlegen Besemann und der Vorstand hinsichtlich der erwarteten Menge an Zuschauern. „Für einen Bezirksligisten wie uns wäre eine Vorverkaufsstelle auch Neuland.“ Übernächste Woche wolle das Orga-Team sich für die Planung zusammensetzen. Bis dahin wurde der Ernstfall bestimmt schon mal getestet.

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