Pleite gegen Tabellenvorletzten: SuS Olfen lässt sich von Herten II vorführen

Volleyball: Landesliga

Nächster Rückschlag für den Volleyball-Landesligisten SuS Olfen. In Witten erlebte der Tabellenzweite gegen den Tabellenvorletzten TuS Herten II sein blaues Wunder.

Olfen

, 02.02.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pleite gegen Tabellenvorletzten: SuS Olfen lässt sich von Herten II vorführen

Maria Lütkenhaus (r.) und Sonja Prott haben mit Olfen verloren. © Sebastian Reith (A)


Damen, Landesliga 6
SuS Olfen - TuS Herten II 1:3 (7:25, 17:25, 25:13, 23:25)

Das Positive aus Olfener Sicht an der 1:3-Pleite: Die Mannschaft hat sich gesteigert. Nach einem katastrophalen Auftaktsatz steigerte Olfen sich. Der erste Punkt war aber nach dem zweiten Satz schon verloren. Olfen kämpfte sich zurück, holte Satz drei und stand schon fast vor dem Satzausgleich, verschlug dann aber Aufgaben und verpasste so, sich in Satzball-Stellung zu bringen. Futsch war Durchgang vier. Ohne Punkte ging es aus Witten zurück nach Olfen.

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„Die waren ganz klar besser als wir“, sagte Dietmar Köhler, Olfens Trainer, und sprach von einem Klassenunterschied. „Den hat man schon gesehen. Die waren eine Klasse besser als wir. Mindestens. Und haben nie lockergelassen. Im ersten Satz haben sie uns quasi überrannt“, so Köhler. Verkehrte Volleyball-Welt: Der Vorletzte spielte den Zweiten an die Wand. Nicht umgekehrt.

Olfen könne froh sein, weiterhin so gut in der Tabelle zu stehen. Das liegt wohl nur daran, dass der TV Jahn Dortmund (3.) spielfrei war. Der Lüner SV ist jetzt auf sieben Punkte Vorsprung davongezogen. Möglich machten das vier Olfener Niederlagen in den letzten sechs Spielen. „Ich habe immer gesagt, dass wir am Limit spielen“, sagte Köhler.

Die schlechte Trainingsbeteiligung mit den vielen Einpendlern und Berufstätigen in der Mannschaft sei nach wie vor das Hauptproblem, aber Köhler stellt auch die Charakterfrage. „Bei den Mädels ist kein Drecksack dabei, der auch mal dazwischen haut. Die Mädels sind zu lieb“, sagte Köhler.

Beides, Trainingsbeteiligung und den Charakter, will Köhler gar nicht vorwurfsvoll verstanden wissen: „Es geht halt nicht noch mehr. Damit müssen wir umgehen.“ Der Fokus jetzt: Platz zwei ins Ziel retten. „Wir versuchen, nicht abzustürzen, und müssen an das nächste Spiel denken.“

SuS Olfen: Köhler, Maikötter, Timmerhinrich, van Dunderen, Prott, Zieren, Lütkenhaus, Jäger

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