SuS Olfen hat beim Topspiel gegen den HC Herne II die Chance auf eine Vorentscheidung

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Mit Olfen und Herne treffen am Samstag die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinander. Die Olfener wollen dabei die neue Auswärtsstärke unter Beweis stellen.

von Carl Brose

Olfen

, 13.02.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den SuS Olfen kommt es zu einem echten Showdown in der 1. Kreisklasse Industrie. Am Samstag fährt die Mannschaft als aktueller Spitzenreiter zum Tabellenzweiten HC Herne II. Mit einem Sieg würden sich die Olfener im Kampf um die Meisterschaft eine kleine Vorentscheidung sichern, denn bisher dominieren die beiden Mannschaften ihre Liga fast nach Belieben. Bei einem Auswärtssieg würde Olfen auf vier Punkte davon ziehen. Herne hätte bei einem Sieg die Möglichkeit, mit dem SuS an der Tabellenspitze gleichzuziehen. Von dem Rest der Liga haben sich die Teams schon deutlich abgesetzt.

Also ein Spiel mit großen Auswirkungen. „Da ist natürlich Vorfreude da. In der letzten Saison hatten wir auch schon wichtige Spiele, aber da ging es um den Abstieg. Dieses Jahr ist das eine ganz andere Situation, das macht viel mehr Spaß“, sagt der Olfener Abteilungsleiter Michael Scholten. Seit dem Abstieg aus der Kreisliga hat der SuS Olfen in der bisherigen Saison erst ein Spiel verloren. Mit einem Sieg am Samstag würde der direkte Wiederaufstieg in greifbare Nähe rücken.

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„Es kann eine gewisse Vorentscheidung fallen, aber auch nach dem Spiel ist die Saison noch lang. In der Liga gibt es einige Mannschaften, die einen Spitzenreiter schlagen können. Dazu können wir auch immer einen schlechten Tag haben“, so Scholten. Im Hinspiel triumphierte der SuS Olfen noch deutlich mit 29:18. Am Samstag erwartet Olfen aber ein ganz anderes Spiel. „Das Ergebnis aus dem Hinspiel täuscht etwas. Wir hatten einen überragenden Torwart und Herne etwas Wurfpech. Diesmal wird es definitv anders“, sagt der Olfener Trainer Daniel Schnellhardt.

Olfen kann inzwischen auch auswärts gewinnen

Diesmal muss der SuS auch auswärts ran, in der vergangenen Saison war das noch ein großes Problem. Doch die eklatante Auswärtsschwäche haben die Olfener inzwischen abgelegt. Daran hat laut Scholte Trainer Daniel Schnellhardt entscheidenden Anteil: „Er hat es geschafft, eine Truppe zu formen, die auch auswärts gewinnen kann. Die Mannschaft kann nun viel besser mit Harz umgehen. Diese Ausrede gibt es jetzt einfach nicht mehr für uns.“ Deswegen sei der Heimvorteil Hernes „kein so entscheidender Faktor mehr.“

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Die Olfener Mannschaft ist in jedem Fall gut gerüstet für den bisherigen Saisonhöhepunkt. In der Woche vor dem Spiel ging es sogar einmal häufiger zum Training. „Wir haben diese Woche eine Extra-Einheit eingelegt. Die Jungs gehen mit der nötigen Anspannung, aber ohne den großen Druck in das Spiel. Herne muss uns schlagen, wir brauchen den Sieg nicht unbedingt“, so Schnellhardt. Dabei stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Für den Trainer eine Selbstverständlichkeit: „So ein Spiel lässt sich keiner entgehen. Da beißt der ein oder andere Spieler auch mal auf die Zähne.“ Wie beispielsweise Dominik Lange, der zuletzt an der Schulter verletzt war.

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