So geht es beim SuS Olfen nach den steigenden Corona-Zahlen der Stadt weiter

dzCoronavirus

Als erster Verein der Region machte der SuS Olfen am vergangenen Freitag alle Schotten dicht. Grund dafür waren die hohen Corona-Zahlen in der Stadt. Nun ist klar, wie es weitergeht.

Olfen

, 06.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn neue Corona-Infizierte meldete die Stadt Olfen am Montag. Im Verlauf der Woche werden noch weitere hinzukommen. Grund dafür ist wohl eine große Hochzeit vom vergangenen Wochenende in Ascheberg, bei der auch einige Spieler des SuS Olfen zugegen waren.

Bernhard Bußmann, Vorsitzender des SuS, sah sich deshalb dazu gezwungen, schon am Freitag jegliche Sportaktivitäten an der Hoddenstraße zu untersagen. „Ich kann doch nicht verantworten, dass hier am Samstagmorgen knapp 100 Kinder auf den Sportplätzen hin und her rennen, wenn ich weiß, dass die Zahlen so extrem in Olfen gestiegen sind.“

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Und Bußmann weicht auch erstmal von diesem harten Shutdown nicht ab. „Wir werden bis mindestens Freitag auch alles geschlossen halten. Dann entscheiden wir immer wieder neu, wenn wir die neuen Coronazahlen vorliegen haben“, erklärt der Vorsitzende. „Insgesamt sind 215 Bürger der Stadt Olfen in Quarantäne und ich weiß, dass auch einige SuS-Sportler auf dieser Hochzeit in Ascheberg waren. Aktuell hat sich zwar erst ein Fußballer infiziert, aber es ist nicht auszuschließen, dass noch mehrere dazu kommen.“

Sportanlagen beim SuS Olfen bleiben erstmal zu

Jegliche Trainingsaktivitäten sind bis auf weiteres unterbunden - mit einer einzigen Ausnahme. „Die zweite Handballmannschaft spielt am Dienstagabend im Pokal und laut dem Verband muss dieses Spiel stattfinden. Wir haben einen gewissen Rahmen bekommen, wie lange wir die Partie verschieben dürften, aber es weiß ja keiner, ob es nicht in den nächsten Tagen alles noch schlimmer wird“, so Bußmann. Natürlich findet dieses Pokalspiel ohne Zuschauer statt.

Generell kann der Vorsitzende die Marschrouten der Sportverbände nicht unbedingt nachvollziehen: „Ich habe am Wochenende viele Anfragen bekommen, ob man nicht doch spielen könne oder wenigstens das Heimrecht tauschen könne, aber darum geht es ja überhaupt nicht. In Olfen machen Grundschulen zu und es ist gut möglich, dass wir in jeder Mannschaft infizierte Spieler haben. Da kann ich doch nicht riskieren, dass wir bei Spielen das Virus in die ganze Welt tragen.“

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Wie es dann in den nächsten Tagen wirklich alles weitergeht, steht noch komplett im Olfener Sternenhimmel. „Das ist ganz schwer zu sagen. Natürlich weiß ich auch, dass die Mannschaften gerne trainieren wollen und Angst haben, Punkte abgezogen zu bekommen. Falls das aber passiert, werde ich auch ganz klar gerichtlich dagegen vorgehen“, verspricht Bußmann seinen Teams. Bis dahin bleiben die Sportanlagen an der Hoddenstraße aber erstmal geschlossen.

Das einzig halbwegs Positive bei der ganzen Geschichte sei aber, dass der SuS komplett selbst entscheiden kann, wann er seine Türen wieder öffnet. „Andere Sportvereine müssen so etwas mit ihren Kommunen absprechen, wir haben das komplett in der eigenen Hand. Das ist ein kleiner Vorteil.“

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