Sieg nach 0:2: SuS Olfen gelingt starkes Comeback gegen Bezirksligisten

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Der SuS Olfen tat sich gegen die Sportfreunde Wanne-Eickel lange schwer. Am Ende gab es aber dennoch viel Grund zum Jubeln. Mit 3:2 gewann der SuS trotz 0:2-Rückstand beim Klassenkonkurrenten.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 11.08.2020, 09:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Letztendlich stand für Jupp Ovelhey, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des SuS Olfen, etwas Anderes als der Comeback-Sieg gegen die Sportfreunde Wanne-Eickel im Vordergrund. „Wir haben das erste Mal den Fußball im Ruhrgebiet kennengelernt - und haben diesen Test bestanden“, sagt er.

Nach ziemlich verkorksten ersten 60 Minuten bringen zwei Einwechslungen die Wende.

Es waren angenehme 25 Grad im Norden des Ruhrgebiets. Die Sonne zog ihre letzten Bahnen, der SuS hoffte nach dem schwachen Test in Herbern auf Besserung. Doch zumindest zunächst sah es nicht danach aus.

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Der Gegner aus der Bezirksliga 10 starteten stärker und spritziger in die Partie und setzten die Olfener von Beginn an unter Druck. Nach knapp 25 Minuten wurde die Sportfreunde-Führung noch wegen Abseits zurückgepfiffen, zehn Minuten später war es dann so weit. Nikos Palaez-Bachariduo nahm sich per Dropkick aus der zweiten Reihe ein Herz und traf ins Tor des etwas unglücklich aussehenden SuS-Keepers Jan Stember. „Ja, da gehen sicher ein paar Prozent auf meine Kappe“, sagte Stember später zu seinem Trainer.

Von der Olfener Offensivabteilung kam in der ersten Hälfte zu wenig - einzig eine Chance per direktem Freistoß von Daniel Berger stand zu Buche. Den zweiten Treffer setzten deshalb auch die Hausherren. Eine Ecke von rechts segelte in den SuS-Strafraum und noch während der Ball in der Luft ist, murmelt Jupp Ovelhey: „Da ist einer frei.“ Und tatsächlich - Mounir Hafsi kommt ungedeckt an den Ball und trifft zum 2:0 (57.).

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Nun wachte Olfen aber endlich wirklich auf und drehte innerhalb einer Viertelstunde doch noch die Partie. Der eingewechselte Felix Schröder sprintete sich auf Linksaußen durch die Wanner Hintermannschaft, legte quer auf den ebenfalls eingewechselten Sebastian Rast, der zum 2:1 vollstreckt (66.).

Zwei Einwechselungen bringen die Wende

Zwei Minuten später war es genau umgekehrt. Rast tankte sich im Mittelfeld durch und schickte Schröder, der den Torwart sehenswert umkurvte und ausglich. Und die beiden Einwechslungen zeigten sich noch ein drittes Mal erfolgreich:

Wieder dribbelte sich Felix Schröder über links durch die Abwehr, wieder sah er „Basti“ Rast im Zentrum (76.). Diesmal wurde die Olfener Nummer 21 aber regelwidrig von den Beinen geholt, bevor er zum Schuss ansetzen konnte. Den fälligen Strafstoß versenkte Darius Brüggemann zum 3:2-Sieg.

„Es war im Gegensatz zum Herbern-Spiel ein großer Schritt nach vorne“, lobt Trainer Jupp Ovelhey. „Dennoch müssen wir noch viel an uns arbeiten. Da passte häufig die Übergabe des Gegners nicht und die Absprache zwischen den Spielern. Besonders in der ersten Halbzeit hätten wir noch offensiver sein müssen und hätte doch mehr Akzente setzen sollen.“

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