Robin Grund will beim SuS Olfen einen Stammplatz erobern: „Ehrgeiz habe ich“

dzFußball

Robin Grund hat sich sehr kurzfristig für einen Wechsel zum SuS Olfen entschieden und damit gegen einen Verbleib beim PSV Bork. Jetzt will er sich in der Vorbereitung zeigen beim SuS Olfen.

Olfen, Bork

, 10.07.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kapitän Marvin Böttcher machte sich am Dienstag erst über die weißen Fußballschuhe lustig, die Rechtsverteidiger Daniel Czempik gerade gekauft hatte. Böttcher bezeichnete sie spöttisch als „Ballettschühchen“. Und später hatte der Stürmer seinen Spaß daran, Co-Trainer Dominik Slomka zu tunneln. Faxen machte beim Dienstagstraining des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen andere, nicht Robin Grund (22).

Und nicht im Fokus zu stehen, war dem Neuzugang vom PSV Bork auch ganz recht. Robin Grund war der Transfer in letzter Minute, der aus dem Duo, das vom PSV zum Nachbarn abwanderte, ein Trio machte. Die Wechsel von Leistungsträgern wie Jan Stember oder Darius Brüggemann, kürzlich erst von unseren Online-Nutzern zum Spieler der Saison bei den abgestiegenen Borkern gewählt, gingen deutlich lauter über die Bühne als der von Robin Grund.

PSV Bork war von Verbleib Robin Grunds ausgegangen

Das lag auch daran, dass der SuS den Transfer nicht promotet hatte, aber auch daran, dass Grund bei den Borkern zwar fünf Tore erzielt, aber nicht die ganz langen Spielzeiten hatte. In Bork war man über den kurzfristigen Abgang nicht glücklich. „Geplant war, dass ich bleibe. Ich habe in dem Moment egoistisch gedacht. Ich habe die Vorteile gesehen und habe die Chance, Bezirksliga zu spielen“, sagt Grund. Weil der Wechsel heikel war, ist er vorsichtig mit seinen Aussagen. Er möchte nicht, dass der PSV ihm den Wechsel „krumm“ nimmt.

Jetzt lesen

Der Angreifer ging doch zurück zu dem Verein, in dem er 15 seiner 22 Lebensjahre gespielt hatte. Grund wohnt so nah am Olfener Steverstadion, dass ein misslungener Freistoß in seinem Vorgarten landen könnte. „Ich kenne hier jeden: die Frauen am Pommesstand - mein Onkel ist Zeugwart“, sagt Grund.

„Die Chance hat sich ergeben“, sagt Grund, der sich den Sprung in die Bezirksliga zutraut. „Sonst hätte ich nicht damit angefangen. Es ist natürlich was anders als in Bork“, sagt er. Gesetzt zu sein, ist sein Ziel: „Ehrgeiz habe ich. Das brauche ich. Dementsprechend versuche ich alles, um in der Startelf zu stehen.“

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt