Rettung trotz Horror-Hinrunde: Westfalia Vinnum dürfte A-Ligist bleiben

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Nach einer schwachen Hinrunden mit nur sieben Punkten drohte Westfalia Vinnum ein langer Kampf um den Klassenerhalt. Durch den wahrscheinlichen Saisonabbruch ist der A-Ligist nun aber gerettet.

von Nico Ebmeier

Vinnum

, 03.05.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz sicher ist die Entscheidung des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen noch nicht. Bisher sprach der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) nur eine Empfehlung an das Präsidium aus. Dass die Saison aber nicht abgebrochen wird, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Einer der größten Profiteure ist A-Ligist Westfalia Vinnum.

„Die Saison wird zwar gewertet, aber es wird keine Absteiger geben.“ Dieser Satz in der Pressemitteilung des FLVW vom vergangenen Donnerstag dürfte den Verantwortlichen von Westfalia Vinnum richtig gut gefallen. Nach einer schwachen Hinrunde mit nur sieben Pünktchen aus 14 Spielen und nur 13 geschossenen Toren stand die Westfalia in der Fußball-Kreisliga A2 Recklinghausen als Tabellen-Vorletzter vor einem langen Abstiegskampf. Doch durch den wahrscheinlichen Saisonabbruch ist Vinnum gerettet.

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Ob das Durchatmen bei den Gelb-Schwarzen immer noch zu spüren ist? „Durchatmen würde ich es nicht nennen“, widerspricht Geschäftsführer Michael Asemann. „Wir hätten den Klassenerhalt sicher auch sportlich geschafft. Dennoch ist es gut, dass wir jetzt endlich für die neue Saison planen können.“

Westfalia Vinnum hatte sportliche Hoffnungen auf Klassenerhalt

Besonders das neue Jahr machte dem A-Ligisten richtig Mut. Zwar verlor man die ersten drei Partien mit nur einem eigenen Tor, die knappen Niederlagen (0:2, 0:1, 1:2) gegen die Top Drei der Liga zeigten aber das neue Selbstvertrauen. Spätestens seit dem starken 4:2-Erfolg gegen SW Röllinghausen war die Westfalia richtig im Abstiegskampf angekommen.

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„Wir haben ein völlig anderes Gesicht gezeigt als noch in der Hinrunde. Zudem hätten wir noch in Vinnum gegen alle direkten Abstiegskonkurrenten gespielt“, sagt Asemann. Nun heißt es aber erstmal Abwarten und dann in der nächsten Saison wieder in der Kreisliga A angreifen. „Nachti (Trainer Michael Nachtigall, Anm. d. Red.) hat alle Spieler gebeten, individuell laufen zu gehen, damit am Tag X alle auf einem passenden Fitnesslevel sind“, sagt der Geschäftsführer.

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Wann es denn tatsächlich wieder Amateurfußball zu sehen gibt, mag auch Michael Asemann nicht zu prognostizieren: „Ich denke, wir müssen uns hier in Geduld üben und auf die Experten vertrauen, dass es zu einem für alle Menschen in der Bevölkerung sinnvollen Zeitpunkt wieder Mannschaftssport geben kann.“

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