Per Face-Time zum SuS Olfen: Leon Westrup ist „einer für die Teammoral“

dzFußball

Durch den Transfer von Leon Westrup zum SuS Olfen ist ein kongeniales Trio nun vereint. Via Video-Konferenz mit dem Sportlichen Leiter Norbert Sander wurde der Wechsel abgesprochen.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 29.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Genau wie Daniel Berger gehörte auch Fußballer Leon Westrup 2017 zur glorreichen Meistermannschaft des PSV Bork. Ähnliche Erfolge würden beide nun gerne beim SuS Olfen feiern. Dass es dazu kam, hat mit einer Video-Konferenz und einem Kegelverein zu tun.

Berger, Westrup und Darius Brüggemann sind ein Trio, das nun beim SuS Olfen endlich vereint wird. Einmal im Monat treffen sie sich zum gemeinsamen Kegeln in Brambauer und alle zwei Wochen geht es gemeinsam per Dauerkarte ins Dortmunder Westfalenstadion. „Wir sind beste Freunde und freuen uns alle, jetzt endlich mal zusammen zu spielen“, erklärt Leon Westrup, der übrigens mit Marc Westrup von der SG Selm nicht verwandt ist.

Jetzt lesen

„Es kam irgendwann mal zur Sprache, als Darius erzählte, wie gut es ihm in Olfen gefällt. Daraufhin gab es eine Video-Konferenz mit Norbert Sander und der Wechsel war ganz schnell erledigt“, sagt der 23-Jährige. Nach dem nicht geschafften Aufstieg in die Bezirksliga 2017 verließ auch Leon Westrup den PSV Bork. Zunächst zog es ihn für ein halbes Jahr zu BW Alstedde, ehe er für anderthalb Jahre beim BV Brambauer seine sportliche Heimat fand.

Zusammen mit Daniel Berger beim BV Brambauer

Beim BVB spielte er dann auch zum zweiten Mal mit Daniel Berger in einer Mannschaft. 2019 ging es dann im Sommer zu Union Lüdinghausen und nun eben an die Hoddenstraße. Dort würde er nun auch gerne etwas länger bleiben. „Ich freue mich darauf, endlich mit meinen Freunden zusammen spielen zu können. Das wird richtig gut“, sagt Westrup.

Jetzt lesen

Sich selbst beschreibt der 23-Jährige als „echter Spaßtyp. Ich denke, ich bin einer für die Teammoral. Ich mache gerne Witze und sorge für gute Stimmung.“ Kicken kann Leon Westrup aber auch: „In Lüdinghausen wurde ich immer mit Toni Kroos verglichen, damals in Bork wurde ich Arturo Vidal genannt. Was wirklich besser zu mir passt, kann ich gar nicht so richtig sagen.“

Ein bisschen Härte gehört im Fußball dazu

Auf der einen Seite spielt der Sechser „immer die sicheren Pässe“ auf der anderen „lässt er auch gerne einen über die Grätsche fliegen.“ Ein bisschen Härte gehöre im Fußball ja auch dazu. Wenn er sich entscheiden müsste, würde er dem Kroos-Vergleich aber eher zustimmen.

Jetzt lesen

Wenn Leon Westrup mal nicht mit Brüggemann und Berger beim Kegelverein oder im Signal-Iduna-Park ist, arbeitet er in der Kinder- und Jugenderziehung in Marl. Gerade in diesen Zeiten ein besonderer Beruf. „Klar, hat man schon nochmal mehr Respekt, sich oder die Kinder anzustecken - und deshalb laufen wir auch mit Schutzmasken rum. Wirklich was verändert, hat sich aber nicht“, erklärt er.

Wirklich etwas verändert hat sich dafür aber in der Fußball-Landschaft. Seit Mitte März warten Westrup und alle Vereine aus Westfalen auf eine die Marschroute, wie es nun weitergehen soll. „Das ist echt schrecklich“, findet auch der Neu-Olfener. „Ich würde einfach gerne endlich wissen, wie es weitergeht, damit man sich wenigstens auf irgendwas freuen kann.“

Lesen Sie jetzt

Fußball-Bezirksligist SuS Olfen vermeldet noch einen Abgang. Der 22-Jährige gehört die vierte Saison zum Olfener Kader, spielte sich aber bislang nicht in die Stammelf des SuS Olfen. Von Sebastian Reith

Lesen Sie jetzt