Olfens Hammerwerfer ohne große Ambition auf gute Platzierung bei Deutscher Meisterschaft

dzLeichtathletik

Hoch in den Norden nach Neubrandenburg zu den deutschen Winterwurfmeisterschaften geht es für Olfens Hammerwerfer Rik Amann. Für eine vorderen Platzierung wird es aber wohl nicht reichen.

Olfen

, 12.02.2020, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor etwa einem Monat bei den NRW-Winterwurfmeisterschaften in Leverkusen stand Hammerwerfer Rik Amann noch ganz oben auf dem Podest und ließ sich mit seinen Teamkollegen des SuS Olfen feiern. Doch bei den deutschen Leichtathletik Meisterschaften der U20, die kommendes Wochenende in Neubrandenburg anstehen, rechnet sich der junge Athlet kaum eine Chance auf eine vordere Platzierung aus.

Als 13. und damit letzter steht er mit seiner persönlichen Bestweite von 50,92 Meter in der Meldeliste. „Man weiß aber nie, wie aktuell die Weiten sind, denn einige Athleten kommen aus dem jüngeren Jahrgang, die im vergangenen Jahr noch mit dem fünf Kilo Hammer geworfen haben“, erklärt er. Der 18-Jährige nimmt den Wettkampf als Routine mit, seine Priorität legt er auf die Saisonbestweite. Zwei Wettkämpfe hat der Olfener 2020 bereits bestritten und war von den 45 Metern nie ganz so weit entfernt.

Trainer Franz-Josef Sträter und Amann sind beide keine großen Freunde des Winterwurfs, denn die Wetterbedingungen machen den Athleten oft einen Strich durch die Rechnung. Den weiten Weg in den Norden nehmen sie trotzdem auf sich. „Es könnte Riks letzte Deutsche Meisterschaft sein, denn nächstes Jahr startet er in der U23 mit dem sieben Kilo Hammer.“

Sträter hofft, dass sie nicht umsonst nach Neubrandenburg fahren und sein Athlet womöglich ohne eine gültige Weite bleibt. Aber der Wurftrainer zeigt sich optimistisch. „Rik ist viel besser drauf als 2019 und wirft im Training mehr gültige Versuche.“ Das kann auch an der Umstellung der Technik liegen. Denn im Sommer soll Amann anstatt drei nun vier Drehungen im Ring machen. Die Spritzigkeit fehle ihm aber bei den Würfen noch ein wenig. Deswegen peilt auch Sträter eine Weite in der Nähe von 45 Meter für den Wettkampf an.

Ein Finaleinzug ist damit aber sehr unwahrscheinlich, denn um unter die besten Acht zu kommen, müsste der junge Athlet über 50 Meter werfen. „Das wäre zu der Zeit im Jahr utopisch und wohl eher ein Wunder. Wenn er ein oder zwei Plätze gut machen und vielleicht auf den 10. Platz kommt, wäre das ein Topergebnis“, sagt Sträter.

Kein Start für Olfens Mittelstreckenläuferin

Wenn es nach der Meldeliste für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften geht, sollte auch Olfens Mittelstreckenläuferin Marie Gövert über die 1500 Meter an den Start gehen. Doch ihr Trainer Bernhard Bußmann hat sich kurzfristig gegen ihre Teilnahme entschieden. Das hat vor allem sportliche Gründe. „Sie macht seit zwei Wochen ein Praktikum in einem Krankenhaus in Münster und ist dadurch einer sehr hohen Belastung ausgesetzt.“ Somit konnte Bußmann das Training nicht so intensiv gestalten wie gewünscht. Hinzu kommt, das Gövert erst am vergangenen Sonntag beim Indoor-Meeting an den Start gegangen ist. „Auf den letzten 500 Metern hat einfach noch was gefehlt.“

Marie Gövert (Mitte), Läuferin des SuS Olfen, wird bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U20 nicht an den Start gehen.

Marie Gövert (Mitte), Läuferin des SuS Olfen, wird bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U20 nicht an den Start gehen. © Wolfgang Birkenstock

Für die erst 16-Jährige Athletin wären die Chancen auf eine vordere Platzierung in einem Teilnehmerfeld mit weiteren 51 Mädchen auch eher gering gewesen. Das liegt zum Teil auch daran, dass Gövert eigentlich in der U18 startet, doch bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle mit dem U20-Jahrgang zusammen gewertet wird. „Sie ist noch so jung und kann bei vielen großen Meisterschaften mitlaufen“, sagt Bußmann. Der Fokus liege jetzt auf der Regeneration und der kommenden Sommersaison.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt