Olfener Schwimmclub sitzt bis August noch auf dem Trockenen

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Eigentlich wollen die Schwimmer des OSC nur wieder ins Wasser und ihre Bahnen ziehen. Doch diesen Wunsch in die Tat umzusetzen, ist in Olfen schwieriger als gedacht. Nicht nur die Größe des Bades ist das Problem.

Olfen

, 16.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kein Schwimmtraining, kein Wasser, keine Seepferchen-Abzeichen, keine Wettkämpfe. Die Mitglieder des Olfener Schwimmclubs (OSC) sitzen wortwörtlich auf dem Trockenen. Und das nun fast schon seit drei Monaten. Denn seitdem von der Landesregierung in NRW die Hallenbäder geschlossen wurden, ist in Olfen niemand mehr im Wasser geschwommen oder hat das Schwimmen erlernt.

Und daran wird sich wohl auch die kommenden zwei Wochen bis zu den Sommerferien nichts mehr ändern. In den Ferien selbst hätte das Bad so oder so geschlossen, sodass nun aller Voraussicht nach Anfang August wieder die Türen für alle Mitglieder des OSC geöffnet werden.

Zu kleines Becken hindert die Verantwortlichen

Die Hygieneregeln sind ein Hauptgrund, warum der OSC nicht wieder öffnen kann. Denn die Vorgaben wären in dem kleinen Bad mit dem 17 Meter langen Becken kaum einzuhalten, weiß Sportwart Björn Feldkamp. „Wir haben die Richtlinien, dass im Wasser ein Abstand von zwei Metern einzuhalten ist. Das bedeutet auch, dass dann kaum Kinder zum Training kommen können.“

Zusätzlich hätten die Trainer die Schwimmer in viele Gruppen unterteilen müssen, die sich dann gleichzeitig aber auch nicht begegnen dürfen. „Das wäre alles nicht realisierbar gewesen, vor allem, weil wir auch viel mit Kinder arbeiten, die die Lage manchmal nicht sofort verstehen und den Abstand dann nicht wahren.“ Dieses Risiko wäre den Verantwortlichen des OSC zu groß gewesen.

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Natürlich hätte sich der Verein auch Alternativen in der Umgebung suchen können, als durch die neuen Lockerungen vom Land NRW die Bäder wieder öffnen durften. Beispielsweise in Lüdinghausen, Selm oder Dülmen. Doch auch bei dieser Option gäbe es einige Probleme, denn der OSC müsste offiziell die Bahnen vor Ort mieten und dann noch dementsprechend alle Daten der Mitglieder einholen für eine weitere Verfolgung, falls es zu einer Infektion kommen würde.

Für den kleinen Olfener Verein keine machbare Lösung. Auch Lauftreffs als Alternative könnten durch die ehrenamtlichen Trainer nicht so umgesetzt werden, wie vielleicht in anderen Vereinen, die gleichzeitig auch mehr Personal haben. „Für uns war das nur ein Gedanke, aber kaum zu organisieren, wann, wer, wo läuft“, erklärt Feldkamp.

Überblick nach den Sommerferien verschaffen

Somit bleibt für alle Schwimmer nur das Abwarten bis zum Ende der Sommerferien. „Wir fangen dann wirklich alle bei Null wieder an und das wirft einen schon aus der Bahn. Vor allem wenn man alles auf die Wettkampfphase vorbereitet hat“, gibt der Sportwart zu.

Schon jetzt erreichen ihn einige Anfragen von Eltern, die ihre Kinder zum Start in die Schwimmsaison für Abzeichen wie das Seepferdchen anmelden wollen. Doch aktuell muss Feldkamp viele vertrösten, denn er will sich erst im August ein Bild vom Stand der Dinge machen. „Viele Anfänger waren in der Vorbereitung und haben nun lange keinen Wasserkontakt. Sie müssen also alles aufholen aus den vergangenen Monaten.“ Abschließen konnte nämlich kaum jemand ein angefangenes Abzeichen.

Sorgen, dass in der Zwischenzeit Mitglieder abspringen, hat Feldkamp nicht. Durch die Größe des Vereins sei alles intern auch familiär gestaltet. Der Sportwart hofft nun, dass im August dann alles wie geplant anläuft und die Mitglieder alle wieder schwimmen können.

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