Kehrt ein Verteidiger zurück ins Tor von Westfalia Vinnum?

dzFußball

Der Fußball-Kreisligist Westfalia Vinnum empfängt am Sonntag den SV Borussia Ahsen. Muss in der Partie gegen den Tabellennachbarn erneut ein Feldspieler das Tor für Vinnum hüten?

von Janis Czymoch

Vinnum

, 26.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittwochabend, Fußball-Kreispokal, Nachspielzeit. Es steht 1:0 für Vinnum. Gegner TuS Sythen bekommt einen letzten Eckball und trifft zum 1:1. „Vielleicht war ich etwas zögerlich beim Rauslaufen. Wenn wir 2:0 führen, geh ich da auch zum Ball“, beschreibt Torhüter Maximilian Stanek den Eckball, der vergangenen Mittwoch zum späten Ausgleich im Pokal führte. Kurios: Stanek ist eigentlich gelernter Verteidiger.

Jetzt lesen

Weil sich die etatmäßige Nummer Eins Patrick Roser einen Nerv eingeklemmt hatte, die Nummer Zwei Dennis Apitzsch krankheitsbedingt ausfiel und Jens Brickmann aus der zweiten Mannschaft aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stand, musste Stanek ran. „Der Trainer hat mich am Mittwochnachmittag vor der Partie gefragt, weil ich mich im Training schonmal zum Spaß ins Tor stelle“, sagte Stanek. Außerdem hatte er in der Jugend eine Zeit lang als Torwart gespielt.

Maximilian Stanek muss auch als Schütze ran

Auf den Ausgleich im Pokal folgte dann Elfmeterschießen und Stanek musste überraschenderweise auch noch als Schütze ran. „Wenn wir im Training schonmal Elfmeter üben, gehör ich zu denen, die am meisten in die Kasse für Fehlschüsse einzahlen müssen“, scherzte Stanek und ergänzte: „Aber die Mannschaft wollte, dass ich schieße.“

Jetzt lesen

Aus Vinnumer Sicht die richtige Entscheidung: der Not-Torhüter trat zum vierten Elfmeter selber an, verwandelte und konnte den entscheidenden dann sogar parieren. Für seinen Trainer bei Vinnum, Michael Nachtigall, eine „Wahnsinnsleistung von Max. Dass er das gemacht hat und der Mannschaft so geholfen hat, spricht für einen ganz starken Charakter“, lobte der Trainer.

Maximilian Stanek hob besonders die Leistung der Mannschaft in den Vordergrund, die es Ihm durch eine „konzentrierte Leistung“ in der Defensive „auch sehr leicht“ gemacht hätte.

Westfalia Vinnum wohl wieder mit mehr Optionen

Für die Partie am Sonntag gegen die SV Borussia Ahsen kann Stanek aber wahrscheinlich wieder auf seine angestammte Verteidigerposition zurückkehren. „Gegen die starke Offensive von Ahsen brauchen wir Max in der Verteidigung“, sagte Michael Nachtigall. Er warte das Training der zweiten Mannschaft am Freitagabend ab, um über den Einsatz von Jens Brickmann zu entscheiden.

Wenn alle Stricke reißen, ist sich der Trainer aber sicher, „stellen wir wieder Max Stanek ins Tor“.

Lesen Sie jetzt