FC Nordkirchen ärgert sich über schlechten Stil beim Berger-Transfer

dzFußball

Der SuS Olfen freut sich über Daniel Berger, der FC Nordkirchen ist dagegen gar nicht erquickt über den Abgang. Der Vorwurf: Wortbruch und schlechter Stil.

Olfen, Nordkirchen

, 22.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Transfer von Daniel Berger innerhalb der Bezirksliga 11 vom FC Nordkirchen zum SuS Olfen hat den abgebenden Verein nicht gerade in Freude versetzt. Der FCN wirft dem Spieler Wortbruch vor und hat auch eine klare Botschaft an den SuS Olfen. Berger selbst sah für sich am Schloss zuletzt keine Perspektive mehr und hätte sich umgekehrt vom Verein eine bessere Informationspolitik gewünscht.

Überrascht sei David Handrup, Vorsitzender der Fußballabteilung des FC Nordkirchen, nicht über den Wechsel von Daniel Berger zum Ligakonkurrenten SuS Olfen gewesen. Bereits vor Ostern habe Berger die FCN-Verantwortlichen über seinen Wechselwillen in Kenntnis gesetzt. „In einem Telefonat hat er uns Bescheid gesagt, dass er den Verein verlassen möchte“, sagte Handrup über den 27-jährigen Ex-Borker, der vom BV Brambauer im vergangenen Sommer ans Schloss gewechselt war.

Berger soll Zusage in Nordkirchen bereits gegeben haben

Was Handrup stört: Dass Berger zuvor seine Zusage für die Saison 2020/21 gegeben hatte. Darauf habe Handrup den Spieler auch hingewiesen. „Ich habe ihm gesagt, dass man das eigentlich nicht macht, eine Zusage zu geben und im Nachhinein abzusagen“, so Handrup. Der Mittelfeldspieler sei trotzdem bei seinem Wechselwunsch geblieben. Der Verein hatte die Verlängerungen fast des gesamten Kaders im Dezember bekanntgegeben - dazu gehörte auch Daniel Berger.

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Berger selbst bestätigte die Geschehnisse, wehrt sich aber auch: „Ich hatte dem FC Nordkirchen schon zugesagt und Mario Plechaty hat auch ein Gespräch mit mir geführt. Darin habe ich aber nichts davon gehört, dass noch ein paar neue Mittelfeldspieler kommen. Das hatte mich in letzter Zeit überrascht. Wenn ich das gleich gewusst hätte, hätte ich direkt gesagt, dass ich mich anderweitig umschaue. Ich glaube nicht, dass noch Platz für mich im Kader ist, weil ich ja jetzt schon recht wenig gespielt habe.“

Zeitpunkt der Bekanntgabe ist ungünstig, Berger hätte sich offene Herangehensweise gewünscht

„Zum jetzigen Zeitpunkt, Mitte April, ist das einfach unglücklich“, sagte Handrup. Der FC Nordkirchen hätte die Fühler nach möglichem Ersatz ausstrecken können, wenn der Spieler um Bedenkzeit gebeten hätte. So aber plante der FC Nordkirchen mit Berger. „Jetzt müssen wir schauen, wie wir das kompensieren können“, sagte Handrup, der im Amateurfußball eine Zunahme von Wortbruch-Fällen zähle: „Egal, für welchen Verein - es ist nie schön. Aber es ist immer öfter so.“

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Berger kann grundsätzlich verstehen, dass sein Wechselwunsch in Nordkirchen nicht für Jubelstürme gesorgt hat. „Ob es zu spät ist, neue Spieler zu holen, weiß ich nicht. Von meiner Seite her war es nicht perfekt. Das hätte man natürlich besser lösen können. Aber der Verein hätte auch mit offenen Karten spielen können und direkt sagen können, dass man noch mehrere Spieler holen möchte“, bekräftigte Daniel Berger.

Nicht einverstanden zeigte sich Handrup auch mit dem Vorgehen des SuS Olfen. Als Verein spreche man keine Spieler an, „die schon irgendwo zugesagt haben“, so Handrup, „das macht man nicht!“

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