Ersatztorwart ist der beste Mann: Westfalia Vinnum verliert gegen SuS Bertlich

dzFußball-Kreisliga A

Ersatzgeschwächt verliert Westfalia Vinnum am Donnerstagabend in der Fußball-Kreisliga A gegen den SuS Bertlich. Die Personallage lässt Westfalia-Coach Michael Nachtigall nicht als Ausrede gelten.

Vinnum

, 17.09.2020, 21:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine bittere Niederlage für Westfalia Vinnum. Am Donnerstagabend fuhr die Westfalia zum Meisterschaftsspiel in der Fußball-Kreisliga A gegen den SuS Bertlich nach Herten und kehrte durch die deutliche 0:4 (0:1)-Pleite mit leeren Händen heim.

Das Spiel in Herten gegen den SuS, das ursprünglich am Sonntag hätte stattfinden sollen, war kurzfristig auf Donnerstagabend verlegt worden. Grund war eine Veranstaltung der Altherren-Mannschaft, durch die mehrere Spieler gefehlt hätten. Bertlich stimmte einer Verlegung nach Anfrage von Vinnum zu, wofür Nachtigall den Gegner lobte: „Das war nicht selbstverständlich.“ Letztlich nützte es nur leider nichts.

Ein Punktgewinn war für Westfalia Vinnum zur Halbzeit noch drin

Zur Halbzeit war noch die Chance auf einen Punktgewinn drin gewesen. Die Gastgeber führten zu diesem Zeitpunkt lediglich mit 1:0. „Da haben wir vorne schlecht verteidigt“, sagte Vinnums Trainer Michael Nachtigall über den Gegentreffer. „Hinten haben wir dann auch noch die Möglichkeit, die Situation zu klären, haben dann aber das Gegentor nicht verhindert.“

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Die Voraussetzungen auf etwas Zählbares waren ohnehin nicht die besten: Die Westfalia reiste gerade einmal mit einem Kader von 14 Spielern an. Als Ausrede wollte Nachtigall das aber nicht gelten lassen: „Die, die dabei waren, wollten ja auch spielen.“ Die Erwartungen an seine Mannschaft waren höhere.

Die Westfalia hätte im Spiel auch durchaus den Ausgleich erzielen können. Nach dem Seitenwechsel setzte sich Yusuf Demir stark auf der rechten Seite durch und brachte den Ball nach innen. Khaled Omeirat brachte den Ball aber aus kurzer Distanz nicht im Tor unter.

Eine Schwächephase zwischen der 72. und 80. Minute mit drei Gegentoren machte dann alle Hoffnung auf einen Punktgewinn zunichte, sodass Vinnum die erste Niederlage der Saison kassierte.

Michael Nachtigall bemängelt bei seinem Team zu wenig Bewegung

„Wir haben uns heute den Schneid abkaufen lassen“, fasste Nachtigall zusammen. Zu wenig Bewegung ohne den Ball machte der Westfalia-Coach als größtes Defizit aus. In besserer Form wäre gegen einen keineswegs überragend aufspielenden Gegner wohl mehr drin gewesen.

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Schon vor dem Spiel war klar, dass es nicht leicht werden würde, denn die Westfalia musste zusätzlich zum kleinen Kader auch noch verkraften, dass Stammtorwart Patrick Roser kurzfristig verhindert war. Für ihn stand Dennis Apitzsch zwischen den Pfosten, der aber ein würdiger Ersatz war.

„Dennis hat, vor allem nach dem 0:1, noch mehrere Gegentore verhindert. Ihm kann ich keinen Vorwurf machen“, sagte Nachtigall und der Vinnumer Trainer fügte an: „Wenn der Torwart der beste Mann ist, ist das kein gutes Zeichen.“

Durch die Verschiebung geht es für Vinnum dann erst nächste Woche weiter. Am Mittwoch (19.30 Uhr) muss die Westfalia zum TuS Sythen nach Haltern.

Vinnum: Apitzsch - Tetzlacht, F. Forsmann, Stolzenhoff (83. Diekmann), Rosowski, Wendel, Quante, Demir, Stanek (83. Asemann), A. Forsmann, Omeirat (77. Olfens)

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