Probleme in der Reisebranche zwingen einen Fußballer von Westfalia Vinnum zum Abschied

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Er war als Hoffnungsträger im Abstiegskampf gekommen. Nach nur drei Spielen geht der Wintertransfer wieder. Aber nicht, um sich einem neuen Klub anzuschließen.

Vinnum

, 25.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball-Kreisligist Westfalia Vinnum verzeichnet noch einen kurzfristigen Abgang im Sommer. Die Gründe für den Weggang des offensiven Routiniers seien ausschließlich beruflicher Natur. Das Coronavirus machte dem Unternehmer nämlich schwer zu schaffen.

Erst im Winter hatte Westfalia Vinnum Florian Yavuz aus Meckinghoven zurückgeholt. Der 34-Jährige Offensivspieler sollte Andreas Stolzenberg beerben, der ausgerechnet nach Meckinghoven zurück wechseln wollte. Doch eigentlich lässt Westfalia Vinnum in der Winter-Transferperiode keine Spieler ziehen.

Kniffelig war daran: Für Florian Yavuz hätte Westfalia Vinnum nur dann eine Freigabe erhalten, wenn Meckinghoven sie umgekehrt für Stolzenberg erhalten hätte. Am Ende biss Vinnum in den sauren Apfel. Schließlich sollte Yavuz die Vinnumer im Abstiegskampf der A-Liga verstärken.

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Am Ende stand Yavuz von vier möglichen Spielen nur drei auf dem Rasen. Über die vollen 90 Minuten ging er nicht einmal. Dann kam die Corona-Krise. Mehr Möglichkeiten, Westfalia Vinnum Schützenhilfe im Abstiegskampf der A2-Liga Recklinghausen zu leisten, gab es für ihn nicht. Jetzt hat er Westfalia Vinnum verlassen.

Florian Yavuz (r.) wird nicht mehr für Westfalia Vinnum auflaufen. Erst im Winter war er zurückgeholt worden.

Florian Yavuz (r.) wird nicht mehr für Westfalia Vinnum auflaufen. Erst im Winter war er zurückgeholt worden. © Reith

„Er ist arg auf sein Reisebüro fixiert, und sieht kaum eine Chance, mit einer Einheit pro Woche zu spielen“, begründete Patrick Roser den Weggang. „Das ist der Grund“, sagte auch Yavuz. Der 34-jährige Dattelner ist Inhaber eines Reisenbüros. Und die Reisebranche ist von der Corona-Krise besonders schwer getroffen. „Die Arbeit geht vor“, sagt Yavuz. Und davon hat er eine Menge.

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„Seit März arbeite ich 24/7. Ich habe noch nie so viel gearbeitet in meinem Leben“, sagte Yavuz, „es ist eine wilde Zeit.“ Ständig klingelte das Telefon bei Yavuz.

Für Fußball hat Yavuz aber weder Zeit noch einen Kopf. „Patrick Roser hat es gut aufgefasst, als ich auf ihn zugegangen bin. Da gibt es auch keine zwei Meinungen“, meinte er. Ob sei Abschied mit 34 Jahren auch das Karriereende bedeutet? „Ehrlicherweise weiß ich das noch nicht“, antwortete er. Für Westfalia Vinnum kickt Yavuz aber erstmal nicht mehr.

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