Daniel Berger: „Ich spiele Fußball nicht, weil ich Geld verdienen will“

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Olfens Neuzugang will sich mit dem SuS Olfen in der Bezirksliga etablieren. Mehr Spielanteile und eine Rolle als Führungsspieler erhofft er sich bei seinem Wechsel in den Steversportpark.

Nordkirchen, Olfen

, 24.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Daniel Berger bekommt Fußball-Bezirksligist SuS Olfen einen neuen Spielmacher. Der Linksfuß soll ein Führungsspieler werden. Und die Rolle traut sich der 27-Jährige auch zu.

Der Wechsel von Daniel Berger (FC Nordkirchen) zum Ligakonkurrenten kam etwas überraschend. Berger hatte in Nordkirchen zugesagt. Zudem ist der SuS Olfen dafür bekannt, keine Prämien an Spieler zu zahlen, wie er selbst immer betont. Nordkirchen ist Dritter, Olfen Zwölfter. Die Verbindung von Daniel Berger und dem Steversportpark war daher nicht unbedingt sofort zu erschließen.

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Sportlich ergibt der Deal aber für beide Parteien Sinn. Der SuS Olfen suchte händeringend externes Personal für den Bezirksliga-Kader, Berger war mit seinen Spielanteilen in Nordkirchen nicht mehr zufrieden und wäre definitiv eine Verstärkung für die Olfener.

Olfen überzeugt Berger mit Führungsspieler-Rolle

Und so war der Anruf von Sportchef Norbert Sander einer, der nicht auf taube Ohren bei Daniel Berger stieß: „Norbert Sander hat mich überzeugen können. Ich habe erfahren, was die in Olfen vorhaben. Die haben eine gute Jugend. Es kommen junge Spieler hoch und ich habe Lust, die Jungs zu leiten. Ein bisschen Erfahrung habe ich schon. Ich habe Bock!“, sagte Berger.

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Dass sich Berger Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit macht, daraus macht er keinen Hehl. „Die ersten Spiele habe ich auch gemacht. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, dass ich nicht mehr so viel Spielzeit bekommen habe“, sagte er. Der Durchbruch gelang Berger nie. Eine Stammplatzgarantie bekomme er auch in Olfen nicht. Und um Geld gehe es ihm auch nicht: „Ich spiele Fußball nicht, weil ich Geld verdienen will. Eine Aufwandsentschädigung für die Fahrten bis nach Holland gibt´s überall. Mehr will ich nicht.“

Wie geht es nun weiter?

Dass die sportliche Situation des SuS Olfen ungeklärt ist, habe keine Rolle beim Wechsel gespielt. „Es war mir letzte Saison auch egal, ob wir mit Nordkirchen Landes- oder Bezirksliga spielen“, so Berger. Vielmehr ginge es darum, in den nächsten zwei Jahren in Olfen etwas aufzubauen und sich in der Bezirksliga fest zu etablieren. „Da sollen ja richtig gute Pöhler in den nächsten Jahren hochkommen“, sagte Berger über den SuS-Nachwuchs.

Berger spielte vor seinem Wechsel nach Nordkirchen zwei Jahre beim Bezirksligisten BV Brambauer und davor beim PSV Bork, wo er viele Jahre kickte. Zwischenzeitlich spielte Berger in der Jugend auch mal beim VfB Waltrop.

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