Bernhard Bußmann hofft bald auf Wiedereinstieg der Leichtathletik

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Wann dürfen die Leichtathleten zurück auf die Bahn? Wann die Hammerwerfer in den Ring? Und die Springer an die Weitsprunggrube? Bernhard Bußmann weiß es nicht. Aber er hat einen Wunsch.

Olfen

, 27.04.2020, 15:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernhard Bußmann, Vorsitzender des SuS Olfen und Chef des Leichtathletik-Ausschusses des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) glaubt, dass auch die Leichtathleten in absehbarer Zeit auf ihre Sportstätten zurückkehren dürfen. „Ich würde mir wünschen, dass wir in den nächsten drei bis vier Wochen, vielleicht bis Ende Mai die Möglichkeit dazu bekommen“, sagte der Olfener Trainer und Funktionär.

Bußmann, der viele Jahre Vizepräsident der LG Olympia Dortmund war, betreut in seinem Heimatverein in Olfen eine achtköpfige Trainingsgruppe. „In der Leichtathletik kann ich mir sicherlich Lockerungen vorstellen. Wenn ich meine Gruppe als Beispiel nehme, könnte ich die Athleten mit Abstand trainieren lassen. Man könnte die Athleten weit auseinander halten und nicht zusammen laufen lassen. Das halte ich für machbar“, sagte Bußmann. Eine Prognose, wann die Laufbahn freigegeben wird, möchte er nicht abgeben.

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Verbände hoffen auf Freigabe der Sportanlagen

Mittlerweile drängen immer mehr Verbände auf den Wiedereinstieg. Der Deutsche Olympische Sportbund, der von allen Fachverbänden Stellungnahmen eingefordert hat, schreibt auf seiner Homepage, dass mit einem „Paket aus Leitplanken und spezifischen Regeln für die einzelnen Sportarten“ eine Handlungsgrundlage für Vereine da sei. Der Tennisverband sowie der Reitverband haben sich schon für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

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Konkret für die Leichtathletik kann sich der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) Training in Kleinstgruppen oder Eins-zu-Eins-Coaching mit Belegungsplänen, Desinfektionen von Sportgeräten und Maskenpflicht für Trainer vorstellen. Zudem muss es wie in vielen anderen Sportarten auch Sicherheitsabstände zwischen Sportlern und Zeitabstände zwischen Läufen geben.

Hammerwerfer dürfen auf Wettkämpfe erhoffen

Paradox sei laut Bußmann, dass ausgerecht die Disziplinen zuerst wieder an Wettkämpfe denken dürften, die ihre Anlagen für das Training dringend brauchen. „Die, die nicht drauf trainieren können, könnten Wettkämpfe machen. Und die, die nicht unbedingt auf ihren Anlagen trainieren müssen, werden erstmal gar keine Wettkämpfe machen dürfen“, sagt Bußmann.

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Olfens Hammerwerfer etwa brauchen den Ring für das Techniktraining. Ein kleines Meeting - wie auch bei Sprungdisziplinen - sei unter bestimmten Hygienevoraussetzungen denkbar, da nur ein Athlet die Anlage nutzen kann. „Abstandsregelungen wären hier kein Problem“, sagt Bußmann. Seine Läuferinnen werden dagegen noch warten müssen, bis sie ein Rennen bestreiten - solange es keinen Impfstoff oder Schnelltest gibt.

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