Beim SuS Olfen weckt der Name Vorwärts Epe ganz böse Erinnerungen

dzSuS Olfen

Bei Vorwärts Epe ist der SuS Olfen vor zwei Jahren am letzten Spieltag abgestiegen. Die Mannschaft hat ihr Gesicht verändert. Der Trainer stand aber schon damals als Zuschauer am Rande.

von Sebastian Reith, Carl Brose

Olfen

, 08.11.2019, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorwärts Epe hat beim SuS Olfen tiefe Spuren hinterlassen. Der Abstieg nach der 1:3-Niederlage am 28. Mai 2017 hat für einen Neuanfang in der Kreisliga A gesorgt. Zwei Jahre später ist der SuS zurück in der Bezirksliga. Nun geht es wieder nach Epe, wo es für den SuS Olfen damals ganz weit rückwärts ging.

Für die Halbzeit hatte sich der Gastgeber Vorwärts Epe damals eine Show ausgedacht. Hunde zeigten eine Vorführung auf dem Rasenplatz, auf dem die Olfener keine Stunde später auch rechnerisch abgestiegen waren. Und während die Schäferhunde bellten, fiel der SuS bei der Reifeprüfung durch. Aleksandar Temelkov knipste dem SuS damals die Lichter aus - noch so ein Name, der Schrecken in Olfen verbreitet. Und der spielt immer noch bei Vorwärts Epe.

Beim SuS Olfen weckt der Name Vorwärts Epe ganz böse Erinnerungen

Alexander Hellmich (r.) hörte damals auf, Sören Neugebauer ist nach einer Pause wieder Teil des Kaders. © Sebastian Reith

Von der Mannschaft, die um 16.49 Uhr Kreisligist wurde, ist nur noch die Hälfte an Bord. Viele der Protagonisten, die auf dem Rasen saßen und zum Sinnbild der Enttäuschung wurden, spielen woanders oder gar kein Fußball mehr. Vor allem die Defensive ist inklusive Torhüter auf allen fünf Positionen runderneuert. Darius Brüggemann machte damals sein vorerst letztes Spiel für Olfen, ist aber mittlerweile zurückgekehrt. Michael Karwot, Marvin Böttcher, Niklas Mählmann und Julian Wilhelm spielten damals in der Startelf und dürften auch diesmal größtenteils wieder beginnen.

„Es ging für uns um alles“

„Damals hatten wir noch eine minimale Chance den Abstieg zu verhindern. Eigentlich hatten wir alle schon damit gerechnet. Epe war uns dann auch haushoch überlegen“, sagt Karwot über das Abstiegsspiel. Am Sonntag sieht die Ausgangslage ganz anders aus. Karwot rechnet sich dann deutlich mehr aus, als noch vor zwei Jahren: „Es ging für uns damals um alles, da spielt der Kopf eine ganz andere Rolle. Jetzt sind wir gefestigter und wollen uns im Mittelfeld etablieren. Dafür müssen wir mal wieder punkten.“

Beim SuS Olfen weckt der Name Vorwärts Epe ganz böse Erinnerungen

Niklas Neumann ging nach dem Abstieg zur SG Selm. © Sebastian Reith

Und was machte Michael Krajczy damals? Er war in Epe! Krajczy sah damals die Mannschaft das erste Mal, stand nach dem Schlusspfiff zusammen mit Georg Lackmann an der Bande. Es war geplant, dass Krajczy - in Olfen damals ein völlig unbekannter Name - die Mannschaft anschließend übernimmt. So kam es auch. Ein Glücksfall für den SuS. „Für mich war es damals die letzte Gelegenheit, die Mannschaft zu sehen, bevor ich dann dort Trainer werde. Ich wollte einfach das Umfeld kennenlernen und die Gesichter von den Jungs sehen, die ich dann bald trainieren werde. Damit ich dann weiß, was auf mich zukommt“, erinnert sich Krajczy zurück.

Kurzfristige Entscheidung

Erst am Sonntagmorgen vor dem Spiel gegen Epe, fragte Norbert Zander damals den heutigen Olfener Trainer, ob er das Traineramt übernehmen würde. „Der Ausgang des Spiels hatte aber keinen Einfluss auf meine Entscheidung. Mir war egal, ob ich in der Kreisliga oder Bezirksliga trainiere. Aber schon da hab ich gesehen, dass das gute Jungs sind, die Qualität haben“, so Krajczy.

Nach dem Spiel gegen Epe übernahm er dann das Traineramt: „Ich hab gesagt, dass ich das probieren werde. Da war noch nicht klar, wie sich das entwickeln würde.“ Zwei Jahre später ist klar: Es hat sich gut entwickelt. Der SuS Olfen schaffte mit Krajczy die Rückkehr in die Bezirksliga und trifft am Sonntag erneut auf die Eper Mannschaft (Anstoß 14.30 Uhr, Riekenhofweg, Gronau (Westfalen). Diesmal aber nicht als Abstiegskandidat, sondern als gefestigte Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld.

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