Auf Marie Gövert warten „grenzwertige“ Bedingungen bei den Deutschen U18-Meisterschaften

Leichtathletik

Drei Olfener Leichtathleten starten bei den Deutschen U18/U20-Meisterschaften - eigentlich waren sogar vier gemeldet. Die Hitze bereitet dabei besonders der Läuferin im Team Probleme.

von Carl Brose

Olfen

, 25.07.2019, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Marie Gövert warten „grenzwertige“ Bedingungen bei den Deutschen U18-Meisterschaften

Auf Marie Gövert (r.) vom SuS Olfen wartet in Ulm ein schwieriges Rennen bei extremen Temperaturen. © Wolfgang Birkenstock

Gleich drei Olfener Leichtathleten gehen bei den Deutschen U18/U20-Meisterschaften in Ulm an den Start. Von Freitag, 26. Juli, bis Sonntag, 28 Juli, duellieren sich die besten Nachwuchsathleten im Donaustadion in verschiedenen Disziplinen.

Als erste startet Marie Gövert für den SuS Olfen in die Wettkämpfe. In der Altersklasse Weibliche U18 geht sie am Freitag über die 3000 Meter an den Start. Bernhard Bußmann, Vorsitzender des SuS, blickt mit leichten Sorgenfalten auf den Wettbewerb: „Bei der Hitze werden das grenzwertige Bedingungen sein. Nachmittags um 15 Uhr ist sicherlich nicht die beste Uhrzeit für den Lauf. Ich würde mir wünschen, dass diese Distanz in Zukunft eher abends stattfindet.“

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Auf Gövert sieht Bußmann deswegen ein taktisches Rennen zukommen. „Zu Beginn wird sicherlich erstmal etwas gebummelt werden, denn die Athletinnen haben Respekt vor der Hitze. Zum Ende wird dann richtig Gas gegeben. Bei dem Wetter geht es aber fast nur darum, anzukommen - da ist eine Prognose sehr schwer. Bestzeit wird aber sicherlich niemand laufen.“ Um sich auf die Bedingungen vorzubereiten, hat Gövert in den vergangenen Tagen auch bei der Hitze trainiert.

Eigentlich war die Nachwuchs-Läuferin auch über die Distanz von 1500 Metern gemeldet für die Deutsche Meisterschaft, aber sie wird nun tatsächlich nur über 3000 Meter an den Start gehen. „Im Training haben wir den Fokus auf die längere Strecke gelegt. Dazu wäre die Belastung, zweimal bei den Temperaturen anzutreten, extrem“, so Bußmann.

Ulm-Trauma für Hammerwerfer

Am Samstag steigen dann die Olfener Hammerwerfer in die Wettkämpfe ein. Rik Amann steigt um 12 Uhr in der Klasse der Männlichen U20 in den Ring und Sherin Köller zwei Stunden später für die Weibliche U20. Beide Athleten haben zunächst drei Versuche, um sich für das Finale zu qualifizieren. Die besten acht Werfer machen dann mit drei erneuten Würfen den Sieger unter sich aus. „Eine Teilnahme im Final-Durchlauf wäre ein absoluter Erfolg für die beiden, aber das wird sehr schwierig“, sagt Bußmann.

Vor zwei Jahren gingen Amann und Köller schon einmal in Ulm an den Start. Bußmann erinnert sich nur ungern daran zurück, denn damals warfen beide jeweils drei Fehlversuche und schieden im ersten Durchgang aus: „Dieses Trauma gilt es dieses Jahr zu überwinden. Sie haben aber bereits gezeigt, dass sie daraus gelernt haben.“

Da es am Samstag in Ulm gewittern soll, besteht bei den Hammerwerfen dazu die Hoffnung, dass die Temperaturen wenigstens erträglich werden. Auch Kira Schlierkamp war für die Deutsche Meisterschaft im Hammerwurf gemeldet, allerdings fällt sie urblaubsbedingt für den Wettkampf in Ulm aus.

Ein Jahr zum Lernen

Mit Rik Amann und Marie Gövert gehören zwei der Olfener Athleten in ihrer Altersklasse noch zum jüngeren Jahrgang. „Für sie geht es vor allem darum zu lernen und Erfahrung zu sammeln, damit sie dann im nächsten Jahr richtig gute Leistungen abrufen können“, so Bußmann. Denn bei Deutschen Meisterschaften sei die Aufregung und der Druck besonders.

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