60 Gäste, vier Gegentore, drei Verletzte und zwei Fehlstarts: SuS Olfen verliert mit 1:4

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Nach der 1:4-Niederlage gegen RW Germania muss der SuS Olfen langsam aber sicher den Blick in Richtung der unteren Tabellenregion setzen. Co-Trainer Matthias Potthoff war nach der Partie sprachlos.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 20.09.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel bessere Rahmenbedingungen hätte es an diesem Sonntagabend auf dem Fußballplatz beim SuS Olfen eigentlich nicht geben können. Die Sonne strahlte bei 25 Grad und der Gast aus Westerfilde reiste extra mit einem gemieteten Bus an, um alle 60 Fans sicher zum Platz an die Hoddenstraße zu bringen. Nur das Ergebnis war nicht nach dem Olfener Geschmack.

1:4 hieß es am Ende aus der Sicht des SuS in einer Partie, die niemals so hätte ausgehen müssen, meint zumindest Co-Trainer Matthias Potthoff. „Ich kann gar nicht so wirklich glauben, was hier gerade passiert ist. Wir spielen eigentlich ein gutes Spiel, sind besonders in der ersten Hälfte richtig stark, doch schießen dann die Tore einfach nicht.“

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Dabei zeigte der SuS echte Comeback-Qualitäten. Schon nach vier Minuten kombinierte sich RW Germania sehenswert in den Olfener Strafraum und Dennis Schmidt traf zum 1:0. Für die Gastgeber schien dies aber wie ein Weckruf zur richtigen Zeit zu sein, denn von nun an kannte das Spiel nur eine Richtung: Das Tor von RW Germania.

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Nach 15 Minuten hatte der SuS dabei sogar noch etwas Pech. Erst sprang einem Westerfilder im Strafraum relativ klar der Ball an die Hand, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Kurze Zeit später lief Marvin Böttcher schon frei aufs RW-Tor zu und diesmal pfiff der Unparteiische wegen Abseits.

RW Germania braucht in beiden Halbzeiten vier Minuten

Nach 29 Minuten gab es dann aber doch noch die Belohnung für den SuS: Diesmal startete Sebastian Rast durch und erwischte die Westerfilder Abseitsfalle im falschen Moment. Vor dem Tor zeigte sich Rast dann eiskalt und glich aus.

Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit passierte dem SuS der zweite Fehlstart. Diesmal erarbeitete sich Schmidt im Mittelfeld den Ball, dribbelte dann einen Olfener Verteidiger und Torwart Louis Reitemeier aus und traf zur erneuten Germania-Führung (48.).

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Mit dem Rückstand begann dann aber auch noch eine andere Olfener Misere. Erst verletzte sich Gordon Zyla, dann rauschte Louis Reitemeier gegen den Pfosten und später vertrat sich auch noch Daniel Berger. „Das passt dann auch irgendwie zum Spiel“, so Matthias Potthoff. „Wir müssen jetzt hoffen, dass alle wieder gesund werden, weil sonst wird unsere Personaldicke dann auch sicher nicht dicker.“

Eine Viertelstunde vor dem Ende und drei verletzungsbedingte Auswechslungen später entschieden die Westerfilder dann auch die Partei zu ihren Gunsten. Erst vollendete Dennis Schmidt seinen Hattrick (74.), später markierte Kenan Avci den 4:1-Endstand (90.).

SuS Olfen: Reitemeier (70. Zöller) - Schlestein, Maikötter, Brüggemann, Akti, Konietzni, Zyla, Mählmann, Berger (75. Schröder), Böttcher, Rast

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