Der FC Nordkirchen und die leise Hoffnung: Issam Jaber bringt neue Variante zum Saisonende ins Spiel

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Der FC Nordkirchen war die Mannschaft der Stunde der Bezirksliga-Rückserie. Dann kam das Coronavirus und die Aufstiegsträume könnten ausgeträumt sein. Trainer Issam Jaber hat aber Hoffnung.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 27.03.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Spiele, vier Siege und starke 13 Tore. In der Bezirksliga 11 war der FC Nordkirchen die Mannschaft der Stunde und war drauf und dran, noch einmal in den Aufstiegskampf einzusteigen. Doch nun ist Issam Jaber und seine Mannschaft auf unbestimmte Zeit gestoppt.

Drei Mal sollen seine Spieler in der Woche laufen gehen. Dazu noch Stabilisationsaufgaben in der eigenen Wohnung - Issam Jaber und der FC Nordkirchen arbeiten weiter am großen Traum: dem Landesligaaufstieg. „Wir haben uns in der Winterpause zusammengesetzt und haben Minimum Platz zwei als Ziel gesetzt“, sagt der Coach. Sechs Punkte Rückstand sind es aktuell auf den SuS Stadtlohn. Auf drei könnte Nordkirchen aus eigener Kraft verkürzen - da ging eigentlich noch was. Platz zwei könnte zu einer Aufstiegsrelegation berechtigen. Wenn die Saison überhaupt noch weitergeht.

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„Irgendwann geht es weiter. Wann, weiß wohl keiner so richtig“, sagt Jaber selbst.

Auch FCN-Kapitän Florian Fricke scheint die Rückkehr auf den Fußballplatz kaum Abwarten zu können: „Es ist total doof. Wir sind alles Fußballer und wollen unbedingt wieder kicken.“ Dass es allerdings bald wieder zurück in den Aufstiegskampf geht, glaubt Fricke nicht. „Ganz ehrlich, ich kann es mir nicht vorstellen, dass wir die Saison zu Ende spielen. Auch wenn wir gerade richtig gut drin waren.“

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Sollte es bis zum Juli tatsächlich kein Saisonspiel mehr geben, ist allerdings nicht nur der Aufstiegstraum ausgeträumt. Vor allem bekommt Trainer Issam Jaber auch sein Abschiedsspiel nicht. Der Nordkirchen-Coach gibt bekanntlich im Sommer das Zepter an Mario Plechaty ab. „Das ist völlig egal“, sagt Jaber. „Es geht überhaupt nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Ich würde mich liebend gerne mit einem Aufstieg verabschieden.“

Eine kleine Hoffnung besteht beim Nordkirchener allerdings. „Es ist schwer zu beurteilen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die verpassten Saisonspiele hinten dran gehängt werden. Durch die Verschiebung der EM haben wir ja nun genug Zeit“, sagt Jaber, der auch sofort einen Vorschlag parat hätte.

„Klar, man kann es nie allen recht machen, aber zumindest für die Vereine, die noch im Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrennen sind, muss es eine Lösung geben“, sagt er. Deshalb schlägt der Nordkirchener eine Art Meisterrunde vor. „Das würde viel Spannung bringen und es wäre wohl die fairste Lösung für den Aufstiegskampf.“ Dass der Verband eine Mannschaft absteigen lässt, glaubt Issam Jaber nicht.

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