Torwart Christopher Mayr war beim SV Südkirchen die „ärmste Sau auf dem Platz“

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Nach der 0:6-Klatsche gegen den VfL Senden II war die Stimmung am Kochen beim SV Südkirchen. Besonders Torwart Christopher Mayr blieb mit seiner Kritik nicht stumm.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 27.09.2019, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich ging es doch beim B-Ligisten aus Südkirchen klar bergauf. Drei Spiele ohne Niederlage gab es zuletzt. Und dann kam dieses Spiel auf eigenem Platz gegen Senden. 0:6 hieß es am Ende gegen die in der Tabelle schlechter positionierte VfL-Landesligareserve. „Das kannst du mit Worten eigentlich gar nicht beschreiben“, sagt Torwart Christoper Mayr.

Der Schlussmann war laut seinem Trainer Stephan Kriesinger „die ärmste Sau auf dem Platz“ und das zeigte dieser auch seinen Mitspielern. „Ich bin dann eher nicht der, der das dann still auf sich sitzen lässt. Ich zeige dann eher meinen Mitmenschen laut, was ich davon halte“, erklärte er. Der 33-Jährige, der sich aber „eigentlich wie 25“ fühlt, kann sich noch gut an seine Gefühle nach der Schelte erinnern: „Sagen wir es so: Dass es mir nicht gut ging, ist übertrieben. Es war eine richtig bescheidene Nacht und eine genauso bescheidene Woche.“

Auch die Probleme kann er noch bestens beschreiben. „Rückwärtsbewegung, Mentalität, Zweikämpfe, eigentlich alles“, sagt der Torwart. „Es reicht einfach nicht, wenn hier jeder nur 95 Prozent gibt.“ Auf eine große Ansprache vor der Mannschaft verzichtete er trotzdem: „Das ist Sache der Trainer, die das auch am Dienstag und Donnerstag gut gemacht haben. Ich habe eher während der Trainingseinheiten die einzelnen Spieler zu mir geholt, von denen ich glaube, dass sie es wesentlich besser können.“

Mayr: „Können nur scheiße aussehen.“

Am Wochenende geht es gegen den Ligaletzten, den punktlosen Aufsteiger Centro Espanol Hiltrup. Also eigentlich das genau richtige Pflaster nach einer solchen Pleite? „Nein, überhaupt nicht. Du kannst in so einem Spiel nur scheiße aussehen. Wenn du gewinnst, war es von vornherein klar. Verlierst du, ist es wie in der letzten Woche“, sagt Mayr.

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Wenigstens eine Sache stimmt den Südkirchener aktuell fröhlich - und das ist der aktuelle Stand seiner Lieblingsmannschaft: „Ich bin großer Schalke-04-Fan und natürlich gefällt es mir eigentlich sehr gut, wie es momentan läuft.“ Eigentlich? „Man sollte nicht plötzlich anfangen, mit dieser ganzen Euphorie zu hohe Ziele zu verfolgen. Wir sollten die Trainer und Verantwortlichen in Ruhe lassen und froh sein, wenn es am Ende zwischen Platz acht und zehn ausgeht.“

Ganz anders ist seine Zielsetzung für den SVS in diesem Jahr: „Ich bin da immer einer, der besonders hohe Ziele setzt. So eine Platzierung zwischen Platz drei und fünf wäre am Ende schon gut.“

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