SV Südkirchens neuer Chefcoach Michael Luppus lernte einst von Hannes Wolf

dzFußball

Michael Luppus wurde bei einem Bundesligisten ausgebildet und ist bestens mit einem Champions-League-Trainer befreundet. Beim SV Südkirchen hat er nun große Ziele.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 18.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorsitzender Franz-Josef Dornhege nennt Michael Luppus einen „absoluten Glücksgriff“ für den B-Ligisten. Luppus selbst wollte eigentlich gar nicht mehr an die Seitenlinie, aber hat dann „irgendwann ein Kribbeln gespürt“. Der neue Trainer des SV Südkirchen im Portrait.

Geboren ist der mittlerweile 46-jährige Michael Luppus im rheinländischen Euskirchen, knapp 50 Kilometer von Köln entfernt. Noch ein bisschen weiter nördlich begann auch seine fußballerische Karriere - beim Bundesligisten Bayer Leverkusen verbrachte Luppus seine Jugendzeit und wechselte dann in die Oberliga zum TSC Euskirchen und später zum VfL Rheinbach. Vor knapp 20 Jahren lernt der Trainer-C-Lizenz-Inhaber seine Frau kennen und zog zu ihr ins kleine Südkirchen.

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Ganze vier Spiele spielte der 46-Jährige als Stürmer dann beim ASC Dortmund, ehe eine schwere Knieverletzung seine Fußballer-Karriere endgültig beendete. Dann wechselte Michael Luppus an die Seitenlinie beim ASC und coachte mit einem gewissen Hannes Wolf - ehemaliger Trainer der BVB-Jugendteams, des Hamburger SV und mittlerweile Übungsleiter beim Champions-League-Teilnehmer KRC Genk - den Westfalenligisten. Nach ein paar Jahren als dortiger A-Jugend-Trainer hing Luppus aber seine Trainerjacke an den Nagel, eigentlich für immer.

Michael Luppus: „Hatte eigentlich keine Lust mehr, Trainer zu sein.“

„Ich hatte eigentlich überhaupt keine Lust, noch einmal Trainer zu sein. Der Zeitaufwand ist mir viel zu groß“, erklärt Luppus. Doch als sich die Trainersuche beim SV Südkirchen, wo er seit Jahren auch Mitglied des Fußballvorstands ist, wegen des Coronavirus immer weiter in die Länge zog, dachte Luppus doch noch einmal nach. „Irgendwie kribbelte es plötzlich. Dann musste ich kurz abchecken, ob meine Gesundheit das aushält, und nach dem Okay meines Arztes habe ich dann zugesagt“, so Luppus.

Das neue Dreigespann an der Seitenlinie (v.l.): Co Julian Rohlmann, Torwarttrainer Andreas Scharmann und Michael Luppus.

Das neue Dreigespann an der Seitenlinie (v.l.): Co Julian Rohlmann, Torwarttrainer Andreas Scharmann und Michael Luppus.

Worauf sich der SVS nun freuen darf? „Auf einen Typ wie Kloppo“, sagt der Neu-Coach selbst, der eigentlich aufgrund seiner Herkunft bekennender Fan des 1. FC Köln ist. „Ich war früher Stürmer und genau das möchte ich auch vermitteln. Es mag doch niemand ein 0:0. Wir lieben alle das Spektakel.“ Und genau das könnte den Südkirchenern richtig gut tun. In der bisherigen Serie hat der SVS ein Torverhältnis von 42:42, beide Werte gehören eher ins Mittelfeld - und da möchte man auf keinen Fall mehr hin.

Südkirchens Mannschaft gehört laut Luppus zu den besten der Liga

„Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die mit Sicherheit zu den besten Teams der Liga gehört. Drei starke Gegner sind nun aufgestiegen und deshalb könnte unsere Stunde schlagen. Ich fange hier nicht an, um am Ende Zehnter zu werden“, lautet die Kampfansage des neuen Trainers. Er könne sich sogar gut vorstellen, im nächsten Jahr mit den Gemeindenachbarn aus Nordkirchen und Capelle um den Aufstieg zu kämpfen.

Und um dieses Ziel zu erreichen, würde Michael Luppus am liebsten sofort anfangen zu trainieren. „Wir haben eine Umfrage in der Whatsapp-Gruppe gestartet und die Jungs sind richtig heiß. Die waren nun zwei Monate nicht auf dem Platz und würde gerne heute direkt anfangen.“

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