Roman Humenscheimer ist der „vielleicht spannendste Neuzugang“ beim FC Nordkirchen

dzFußball-Bezirksliga

Der 20-jährige Außenbahnspieler kommt aus der Bezirksliga 9 zum FC Nordkirchen und zeigte sich dort äußerst treffsicher. Seinen Spielstil vergleicht er mit einem Niederländer.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 19.03.2020, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen im Sommer über einen Staffelwechsel, aus der Staffel 8 heraus, nachgedacht habt, führten die Gedanken auch in die Staffel 9. Dann hätte die Verteidigung um Florian Fricke und Nils Venneker zumindest zwei Mal in der Saison gegen Roman Humenscheimer spielen müssen. Im nächsten Jahr zieht sich der 20-Jährige selbst das FCN-Jersey über.

Neu-Trainer Mario Plechaty bezeichnete den Noch-Stuckenbuscher als den „vielleicht spannendsten Neuzugang“. Denn ausgebildet beim damaligen Oberligisten TuS Haltern, blüht der Außenbahnspieler so richtig auf. Allein in den drei Rückrundenspielen traf die Nummer 13 schon fünf Mal. Wie viele Tore es in dieser Saison insgesamt sind, weiß er selbst gar nicht.

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„Es müssten so ungefähr 15 sein. Irgendwann hört man auf zu zählen und stellt sich in den Dienst der Mannschaft“, sagt Humenscheimer. „Oft sind es auch Tore, die jeder Andere ebenso gemacht hätte. Wenn halt ein Abpraller kommt oder man den Ball irgendwie mit Glück reinsemmelt.“ Laut des Online-Portals „Fussball.de“ traf er in diesem Jahr 14 Mal.

Roman Humenscheimer (r.) traf schon 14 Mal in dieser Saison.

Roman Humenscheimer (r.) traf schon 14 Mal in dieser Saison. © Meike Holz

Generell ist der Rechtsfuß aber ein sehr ruhiger Zeitgenosse. „Ich rede nicht viel. Sowohl auf dem Platz als auch privat. Ich mache mein Ding und das ist auch gut so“, sagt Humenscheimer. „Für die Anweisungen sind entweder der Trainer da oder eben die Abwehrleute.“

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Vor seiner Zeit in Stuckenbusch wurde der Rohdiamant beim TuS Haltern geschliffen. 2017 stieg er dort als Jungjahrgang mit der U19 in die Landesliga auf und auch im vergangenen Jahr, als die Erste des TuS in Regionalliga aufstieg, gehörte Humenscheimer zum Kader, wurde allerdings nur in der Zweiten eingesetzt.

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Der 20-Jährige scheint ein sehr einfaches Leben zu führen, denn auf die Frage, was er macht, wenn er nicht gerade kickt, antwortet er: „Arbeiten.“ Zwar auch mal mit Freunden treffen, aber vorrangig eben Arbeiten. Wenn Humenscheimer dann aber doch mal frei hat, dreht sich seine Welt nur um das runde Leder. „Also die Samstage sind natürlich voll mit Bundesliga schauen. Und auch unter der Woche gucke ich abends eben die Champions League oder so“, sagt der Außenbahnspieler, der selbst kein Fan einer Mannschaft ist.

Roman Humenscheimer (l.) vergleicht sich mit Arjen Robben.

Roman Humenscheimer (l.) vergleicht sich mit Arjen Robben. © Meike Holz

„Ich finde, dass Bayern München einen ziemlich geilen Fußball spielt und am Ende wohl auch - solange die Saison weitergeführt wird - wieder Meister wird.“ Passend dazu beschreibt er seine eigene Spielweise mit der eines echten Bayern-Idols. „Ich denke, ich spiele wie Arjen Robben. Ich liebe es auch, von außen in die Mitte zu ziehen und dann zu treffen.“

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Beim FC Nordkirchen will er im nächsten Jahr dann oben angreifen. „Man weiß nie, wie sich das alles entwickelt, aber wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen. Wichtig ist aber immer, dass wir auch Spaß am Fußball haben. Wenn wir alles gewinnen, aber nicht bei Laune sind, ist es auch doof“, sagt Humenscheimer, der aus Nordkirchen aktuell nur Nico Plechaty aus gemeinsamen Jugendzeiten kennt.

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