FC Nordkirchen präsentiert zwei ehemalige Jugendspieler als Neuzugänge

dzFußball

Zur kommenden Saison wechseln mit Nils Handrup und Marius Schade zwei Spieler zum FCN, die den Verein gut kennen. Die beiden jungen Spieler sind vor allem eine Investition in die Zukunft.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen

, 12.06.2019, 23:15 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nils Handrup und Marius Schade wechseln zur kommenden Saison zum Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen. Beide spielten bis zur E-Jugend schon zusammen in Nordkirchen. „Wir freuen uns, dass sich beide für einen Wechsel zu uns entschieden haben, da wir den Weg mit Spielern aus Nordkirchen und direkter Umgebung weiter fortführen wollen“, sagte der Vorsitzende David Handrup, mit dem der Neuzugang Nils Handrup übrigens nicht verwandt ist.

Nils Handrup, der gerade seine Abiturprüfungen gemeistert hat, will zur kommenden Saison aufgrund des Studiums die ständigen Fahrten nach Olfen einsparen. Dort spielte der Torwart von der C-Jugend bis zur A-Jugend. „Natürlich hätte ich auch in Olfen die Chance im Herrenbereich bekommen, doch ich will mich nach dem Sommer mehr auf‘s Studium konzentrieren“, sagte der in Nordkirchen wohnende Torhüter.

Handrup komplettiert die Familienbande

Handrup kam durch seine Familie früh mit dem Fußball in Kontakt. Sein Vater Franz-Josef Handrup ist noch im Seniorenbereich tätig und sein Bruder Marius Handrup schnürt die Fußballschuhe für die zweite Mannschaft des FCN. „Es wäre natürlich super, mal in der Landesliga zu spielen“, sagte der 19-Jährige, bevor die Nordkirchener in der Relegation den Triumph verpassten. „Außerdem ist es schön, die Möglichkeit zu haben, in der zweiten Mannschaft mal mit meinem Bruder zusammen zu spielen“, so der Neuzugang.

FC Nordkirchen präsentiert zwei ehemalige Jugendspieler als Neuzugänge

Nils Handrup und Marius Schade wechseln nach Nordkirchen. © Sebastian Reith

Geplant sei zunächst, dass Handrup in der ersten Mannschaft mittrainiere. Er müsse dann schauen wie sich seine Situation mit dem Studium entwickle, ehe man beschließe, in welcher Mannschaft er welche Rolle übernehme.

Kommunikativer Torwart

Seine Stärken sieht Handrup vor allem in der Kommunikation mit den Mitspielern, er sei es gewöhnt, seine Vorderleute zu dirigieren und so seinem Team zu helfen. „Außerdem kann ich den Ball ganz gut halten“, sagte der Keeper lachend.

Nachdem Handrup bis zur E-Jugend in Nordkirchen spielte, zog es ihn nach Selm, wo der Keeper aber nur ein halbes Jahr verweilte. Danach legte er eine kleine Pause vom Fußball ein, bevor er wieder für Nordkirchen das Tor hütete, ab der C-Jugend dann aber nach Olfen wechselte. Insgesamt hatte Handrup eine ziemlich erfolgreiche Zeit mit dem SuS Olfen. Mit den C-Junioren gewann Handrup 2014/15 den Kreispokal sowie die Meisterschaft. Mit den B-Junioren gab es in den Folgenden zwei Saisons einmal die Vizemeisterschaft und folgend darauf die Meisterschaft, ehe er in der Saison 2017/18 mit der A-Jugend wieder Vizemeister wurde.

Schade kam über Waltrop, Ahlen und Gievenbeck

Auch für Marius Schade war der Weg ähnlich, er spielte mit Handrup noch in Selmer Zeiten zusammen, dann trennten sich aber ihre Wege. Schade wechselte zu Waltrop, bevor er die vier darauffolgenden Jahre für Rot-Weiß Ahlen spielte. Danach zog es ihn nach Gievenbeck. Dort absolvierte er in der abgelaufenen Saison wenig Spiele aufgrund mehrerer Verletzungen.

Zu Beginn der Saison zog er sich einen Bänderriss zu und auch danach wollte das Verletzungspech nicht aufhören. Doch Schade ist motivierter denn je, bald für seinen Jugendklub zu spielen. „Der hauptsächliche Grund war, einfach für den Jugendverein zu spielen. Außerdem ist es mit der Arbeit besser vereinbar, da ich sonst immer noch bis nach Münster fahren musste“, sagte Schade. Auf Eigeninitiative wechselte er dann zum FCN.

Beide Spieler sind Perspektivspieler

Der 18-jährige Schade wird wie auch Handrup vor allem die Rolle als Perspektivspieler ausfüllen. „Ich soll erst mal die Mannschaft richtig kennenlernen und mich an den Herrenfußball gewöhnen“, sagte Schade. Seine Stärken seien vor allem seine Schnelligkeit, die Technik sowie das Passspiel. Schade ist auf der linken Seite zuhause.

Als Ziele setzt sich Schade, erst einmal reifer zu werden und körperlich zuzulegen, um sich im Herrenbereich durchzusetzen. „Ich hab Bock auf die Mannschaft und freue mich sehr, für meinen Jugendverein zu spielen. Außerdem kenne ich ein paar Leute noch von früher, zum Beispiel Robin Schwick“, sagte er.

Nordkirchen rüstet sich mit beiden Transfers vor allem für die Zukunft. Schade sowie Handrup sind beides Spieler, die gute Leistungen im Jugendbereich gezeigt haben. Jetzt gilt es für den FCN, diese Talente zu integrieren und sie vorzubereiten.

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