Neuenbeken-Trainer Marco Cirrincione lobt Nordkirchen und ist beeindruckt von der Kulisse

Aufstiegsrelegation

Für Marco Cirrincione und seinen SCV Neuenbeken ist es nur noch ein Schritt bis zum langersehnten Landesliga-Aufstieg. Der „Fluch von Lippetal“ ist gebrochen.

von Nico Ebmeier, Sebastian Reith

Nordkirchen

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Neuenbeken-Trainer Marco Cirrincione lobt Nordkirchen und ist beeindruckt von der Kulisse

Marco Cirrincione fiebert bei Spielen seiner Mannschaft immer voll mit © Nico Ebmeier

Die Parallelen waren eindeutig. Aufstiegsrelegation in der Fußball-Bezirksliga. Ein Gegner aus der Staffel 8. Spielort der Rasenplatz im Lippetal. Irgendwie kannte SCV-Trainer Marco Cirrincione das alles aus dem Vorjahr, auch wenn er damals noch gar nicht an der Seitenlinie stand, sondern als Zuschauer am Seitenrand.

Im Juni 2018 war der TuS Hannibal der Gegner und Neuenbeken verlor mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Mit dem Sieg gegen Nordkirchen ist der „Lippetal-Fluch“ nun endgültig gebrochen. „Ich bin total platt. Was für ein unglaubliches Spiel“, erzählt Cirrincione, der auch noch knapp 20 Minuten nach dem Abpfiff aus der Puste war. „Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner gewonnen, der uns offensiv und defensiv alles abverlangt hat“, resümiert er.

Neuenbeken als verdienter Sieger

Wie im Vorjahr mussten seine Paderborner auch gegen den FCN über die vollen 120 Minuten gehen, konnten sich aber diesmal zum Sieger küren. „Ich denke, dass wir sicher nicht glücklich gewonnen haben“, so der Coach. „Nordkirchen war 10 bis 15 Minuten stärker, aber insgesamt haben wir es uns verdient.“ Der Knackpunkt im Spiel war für ihn die Gelb-Rote Karte gegen Nils Venneker: „Wenn ein Stammspieler wie er vom Platz muss, ist das natürlich sehr schmerzhaft. Vielleicht hat uns das zum Sieg geführt. Allein, dass wir das 1:0 nach einer Ecke - gegen Nordkirchen - köpfen, ist eigentlich Wahnsinn.“ Generell fand er die Leistung des Schiedsrichters übrigens „extrem stark. Das gesamte Schiedsrichtergespann hat heute einen extrem guten Job gemacht. Ich fand auch die Gelb-Rote Karte völlig gerechtfertigt.“

Marco Cirrincione: „Wir wollten nur ein Spiel gewinnen.“

Als klar war, dass Neuenbeken als Bezirksliga-Zweiter wieder in die Relegation muss, hatte Marco Cirrincione eigentlich nur ein Ziel: „Wir wollten unbedingt ein einziges Spiel gewinnen. Doch dann siegten wir nochmal und nochmal und nun stehen wir im Finale und dann will man natürlich alles.“ Und das wäre in diesem Fall der Sieg im Relegationsfinale gegen den FC Bad Oeynhausen.

Von den Nordkirchener Anhängern zeigte sich der Neuenbeker ebenfalls begeistert: „120 Minuten Gänsehaut. Wahnsinn. Hier waren ja knapp 400 bis 500 Fans.“ Und dass er sich permanent Beleidigungen auszusetzen hatte? „Das muss man mit Humor nehmen. Die leben mit ihrem Team. Wenn ich mit einem Spieler reden möchte und einen von denen etwas dazwischen ruft, finde ich das sehr amüsant. Manche Menschen sind eben gut erzogen und anderen nicht.“

Lesen Sie jetzt