Mario Plechaty: „Es gibt keinen Konkurrenzkampf zwischen Hampel und Plechaty“

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Mario Plechaty kehrt zum Lüner SV zurück - für ein Vorbereitungsspiel seines neuen Klubs FC Nordkirchen. Westfalenligist LSV ist Gastgeber gegen den Bezirksligisten, bei dem jetzt auch zwei Ex-Lüner spielen.

Nordkirchen, Lünen

, 27.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei seiner letzten Rückkehr mit dem FC Iserlohn zum Lüner SV setzte sich Mario Plechaty nach dem Westfalenligaspiel auf den Platz des Heim-Trainers bei der anschließenden Pressekonferenz - Macht der Gewohnheit. Sechs Jahre war Plechaty Trainer im Stadion Schwansbell, führte den LSV damals zurück in die Westfalenliga. Dienstag gastiert er mit dem FC Nordkirchen im ersten Testspiel bei seinem Ex-Klub.

Der FC Nordkirchen befand sich am Wochenende in erhöhter Corona-Alarmbereitschaft. Nach dem Fall beim Nachbarn SV Herbern, der am Freitag bekannt wurde, durften auch Nordkirchener Spieler nicht am Mannschaftstraining am Sonntag teilnehmen, die vergangene Woche privat Kontakt zu Herberner Fußballern hatten.

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Am Montag erklärte Plechaty, dass die getroffene Vorsichtsmaßnahme beendet sei. Da die Herberner Tests negativ ausgefallen sind, „hat sich das für uns erledigt“, so Plechaty. Die fünf Spieler, die am Sonntag aussetzen mussten, hatten individuelles Lauftraining aufgenommen. Am Montag sind sie wieder gern gesehen beim Mannschaftstraining.

Kein Konkurrenzkampf zwischen Hampel und Plechaty

Das Coronavirus beeinflusst das erste Testspiel der beiden gut verstärkten Mannschaft weiterhin. Die Zahl der Auswechselspieler wird begrenzt sein. Plechaty nimmt lediglich 15 Spieler mit nach Lünen. „Es kann sein, dass ich kurzfristig noch einigen Spielern absagen muss“, sagt Plechaty.

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An die sechs Jahre beim LSV erinnert sich Plechaty gerne zurück: „Es ist immer ein schönes Gefühl, zurückzukommen. Es war eine tolle Zeit, die ich beim Lüner SV hatte“, sagt Plechaty, der sowohl als Spieler als auch als Trainer eine LSV-Vergangenheit hat und mit dem ein Jahr älteren LSV-Trainer Christian Hampel einst in der Oberliga gemeinsam spielte. Plechaty stellt klar: „Es gibt aber keinen Konkurrenzkampf zwischen Hampel und Plechaty.“

Plechaty hatte beim LSV sechs erfolgreiche Jahre

Der LSV hat Plechatys Trainerkarriere mitgeprägt. In keinem Verein saß Plechaty so häufig auf der Trainerbank wie in Lünen. Die Vorfreude auf die Rückkehr kauft man Plechaty ab. „Es liegt auch daran, dass ich nie viele negative Erfahrungen als Trainer gemacht habe“, sagt Plechaty. Und er weiß: „In Schwansbell ist es nicht leicht erfolgreich zu spielen.“ Daran hat Plechaty selbst mitgearbeitet: „Ich habe nur ganz wenige Spiele zu Hause verloren.“

Vor einem Jahr siegte Nordkirchen überraschend deutlich mit 4:0 gegen den LSV. Das war aber auf der Nordkirchener Sportanlage am Schloss. Plechaty rechnet nicht damit, dass sich der Sieg so spielend leicht wiederholen lässt. Die Vorzeichen sind diesmal andere, die Töne ruhig.

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„Wichtig ist, dass wir defensiv gut funktionieren. Wir müssen die Abstände verringern und immer defensiv denken. Wir spielen gegen eine Mannschaft, die zwei Ligen höher spielt als wir. Wir wollen da nicht mit 0:4 oder 0:5 wieder nach Hause geschickt werden“, sagt Plechaty.

Der Lüner SV habe sich schließlich gut verstärkt. Gleiches gilt aber auch für den FC Nordkirchen, bei dem jetzt in Lars Rustige und Trainersohn Nico Plechaty zwei Ex-LSVer auflaufen. Ängstlich wolle seine Mannschaft aber nicht auftreten, die Plechaty in 4-1-4-1-Formation an gute Ergebnisse nach viereinhalbmonatiger Fußballpause anknüpfen lassen möchte. Die Missionen, damals beim LSV wie heute beim FC Nordkirchen, sind aber dieselben: Es soll eine Etage höher gehen.

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