FC Nordkirchen tut sich trotz langer Überzahl gegen Eichlinghofen schwer

dzFußball-Bezirksliga

Fast die gesamte Partie ist der FC Nordkirchen gegen Eichlinghofen in Überzahl. Der FCN tut sich lange schwer. Coach Mario Plechaty ist unzufrieden, erkennt aber auch Positives.

Nordkirchen

, 06.09.2020, 19:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es dauerte keine drei Minuten, da waren im Spiel der Fußball-Bezirksliga 9 zwischen dem FC Nordkirchen und dem TuS Eichlinghofen die A-Pläne für die Mannschaften fast schon hinfällig.

Nach hartem Einsteigen von Eichlinghofens Tobias Lederer an Dominik Dupke zeigte der Schiedsrichter dem TuS-Spieler die Rote Karte - der FCN war fortan und für fast die gesamte Dauer des Spiels in Überzahl. Nutzen konnten das die Gastgeber beim 1:0 (0:0)-Sieg aber erst spät.

Risse entschuldigt sich bei Plechaty für die unnötige Aktion

Die Entscheidung, einen Platzverweis auszusprechen, war vertretbar, wie auch Gäste-Coach Marc Risse gegenüber Nordkirchen-Trainer Mario Plechaty zugab: „Da gibt es keine zwei Meinungen“, sagt Risse und entschuldigte sich bei seinem Kollegen für die überharte Aktion, die zudem unnötig war, da sie auf Höhe der Mittellinie stattfand.

Schon in der dritten Minute flog Eichlinghofens Tobias Lederer (r.) nach Foul an Dominik Dupke vom Feld.

Schon in der dritten Minute flog Eichlinghofens Tobias Lederer (r.) nach Foul an Dominik Dupke vom Feld. © Henkel

Aus der nummerischen Überlegenheit konnte Nordkirchen kein Kapital schlagen. Eichlinghofen erwies sich trotz Unterzahl als ebenbürtiger Gegner. Zwar war der FC Nordkirchen die optisch überlegende Mannschaft, konnte dies aber nicht in hochwertige Chancen ummünzen. „Die Rote Karte für den Gegner hat uns nicht gut getan“, meinte Plechaty.

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Die Gäste hingegen kamen immer wieder bei einigen Vorstößen gefährlich vor das FCN-Tor. So zwang Eichlinghofens Stürmer Salomon Tshitungu Kadima Philipp Sandhowe im FCN-Tor zu einer tollen Parade, der den Ball noch über das Tor lenkte - die beste Chance der ersten Hälfte (19.).

FC Nordkirchen hat die Chance auf die Führung

Im Gegenzug hatte aber auch Nordkirchen die Chance auf die Führung. Ein eigentlich harmloser Ball von rechts kullerte in Richtung Eichlinghofer Tor. Erst im letzten Moment drosch ein TuS-Verteidiger den Ball aus der Gefahrenzone.

Insgesamt war es ein Spiel mit vielen Nickligkeiten und intensiv geführten Zweikämpfen. Beide Mannschaften rieben sich in den Duellen im Mittelfeld auf, sodass es ohne Tore in die Halbzeit ging.

Das Bild nach dem Seitenwechsel war ähnlich: Nordkirchen hatte mehr Ballbesitz, Eichlinghofen hielt körperlich dagegen. Allerdings stand der FCN in der Defensive besser. Die Umstellung von einer Fünfer- auf eine Viererkette sorgte für mehr Stabilität.

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Nach vorne blieb Nordkirchen weiter meist harmlos. „Kein Spieler hatte heute Normalform“, sagte Plechaty. „Das Positive war aber, dass wir an uns geglaubt haben.“ Geduld und Glauben zahlten sich aus: Auf dem rechten Flügel setzte sich Roman Humenscheimer stark durch. Seine halbhohe Hereingabe verwandelte Marcel Stiepermann per Direktabnahme - 1:0 (78.).

Nordkirchen lässt nicht mehr viel gegen Eichlinghofen zu

Danach versuchte Eichlinghofen, doch noch einen Punkt aus Nordkirchen mitzunehmen. Die Gastgeber ließen aber nicht mehr viel zu, auch wenn Plechaty zugab: „Zum Schluss waren wir etwas hektisch, da müssen wir cleverer sein.“

Weiter meinte er: „Uns hat lange der Dosenöffner gefehlt. Wenn wir den haben, geht das Spiel ganz anders aus.“ Glücklich war der FCN-Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht: „Ich bin nicht zufrieden, wir haben heute kein gutes Spiel gemacht.“ Umso wichtiger dürfte es gewesen sein, trotzdem gewonnen zu haben. Das sah auch Plechaty so: „Die drei Punkte bleiben in Nordkirchen, das ist die Hauptsache“, befand der Coach.

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