FC Nordkirchen hat auswärts Probleme - „Wahnsinn, auf was für Plätzen wir gespielt haben“

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Mit sieben Siegen aus sieben Spielen führt der FC Nordkirchen die Heimtabelle der Liga an. Auswärts läuft es hingegen nicht so gut. Nordkirchens Trainer Issam Jaber über die Gründe dafür.

von Carl Brose

Nordkirchen

, 06.11.2019, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Nordkirchen dominiert die Bezirksliga 11 nach Belieben, so scheint es zumindest bei einem Blick auf die Heimtabelle der Liga. Dort stehen die Schlossherren mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Aufstiegsfavoriten TuS Haltern II an der Tabellenspitze ohne einen einzigen Punktverlust. Bisher gewann der FCN als einzige Mannschaft alle sieben Heimspiele diese Saison. Auswärts läuft es hingegen noch nicht so gut für die Mannschaft. Da gab es erst zwei Siege in sechs Spielen. In der Summe macht das Platz drei in der Gesamttabelle.

„An Fußballspielen gar nicht zu denken“

Für den Nordkirchener Trainer Issam Jaber kommt der große Unterschied zwischen den Heim- und Auswärtsspielen nicht ganz überraschend: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass wir besonders auswärts Probleme bekommen werden. Wir kannten fast keine Mannschaft in der neuen Staffel und damit auch nicht die Anlagen, auf denen wir spielen.“ Die Nordkirchener wüssten nie wirklich, welche Gegebenheiten sie in ihrem nächsten Spiel erwarten werden. „Teilweise war es schon Wahnsinn, auf was für Plätzen wir gespielt haben. In Merfeld zum Beispiel war der Rasen gefühlt 20 Zentimeter hoch. Da war an Fußballspielen gar nicht zu denken“, so Jaber.

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In der vergangenen Saison, vor dem Staffelwechsel in die Bezirksliga 11, war der FC Nordkirchen noch das beste Auswärtsteam der Liga. „Da kannten wir jeden Gegner und jeden Platz. Wir konnten uns schon im Vorfeld auf die Gegebenheiten anpassen. Das ist diese Saison noch nicht möglich“, sagt Jaber. Das wirkt sich besonders auf das Offensivspiel der Nordkirchener aus. Auf dem Sportplatz am Schloßpark bekamen die Zuschauer regelmäßig deutliche Heimsiege zu sehen, in sieben Spielen schoss Nordkirchen dabei 26 Tore. In den sechs Auswärtsspielen diese Saison waren es lediglich sechs Tore.

In der Rückrunde zurückschlagen

Bei der taktischen Ausrichtung macht Jaber aber keinen Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen: „Wir gehen immer mit demselben System in jedes Spiel. Da gibt es überhaupt keinen Unterschied in unserer Ausrichtung. Egal wo wir spielen.“ Mit TuS Haltern II, Vorwärts Epe, SuS Stadtlohn und SF Merfeld traf Nordkirchen auswärts schon auf vier Topteams der Liga. In allen vier Spielen ging Nordkirchen als Verlierer vom Platz. Das soll sich in der Rückrunde ändern. „Ich rechne definitiv damit, dass wir uns die Punkte dann zu Hause wieder zurückholen. Daran werden wir alles setzen“, sagt Jaber mit Blick auf die Rückspiele gegen die Konkurrenten im Aufstiegskampf.

Insgesamt sieht Jaber in den bisherigen Spielen auch eine Möglichkeit zum Lernen für seine Mannschaft: „In der Rückrunde werden wir die Gegner besser kennen. Das wird die Sache auf jeden Fall einfacher machen für uns. Ich denke, über die gesamte Saison wird sich das dann ausgleichen.“ Im nächsten Auswärtsspiel geht es für Nordkirchen gegen den abstiegsbedrohten SV Gescher. Da soll dann unbedingt der dritte Sieg in der Fremde her.

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