SV Südkirchen setzt in der Rückrunde alles auf den Angriff

dzFußball-Kreisliga

Vor dem Auftakt gegen Hiltrup steht der SV Südkirchen am Ende der riesigen Spitzengruppe. Dementsprechend kann der Blick nur nach oben gerichtet werden.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 26.02.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Konstellation in der Fußball-Kreisliga B3 Münster ist wahrscheinlich einzigartig. Zu Rückrundenstart sind gleich neun Mannschaften - das sind weit mehr als die Hälfte aller Teams - in der Spitzengruppen vertreten. Am Ende dieser Spitzengruppe steht der SV Südkirchen.

Eines kann man den Südkirchenern sicher nicht vorwerfen - und das ist Inkontinuität. Seit zehn Spieltagen pendeln die Blau-Weißen kontinuierlich zwischen den Plätzen sieben bis neun hin und her. Dass das allerdings nicht der Anspruch der Mannschaft ist, machen die beiden Trainer unabhängig voneinander deutlich: „Wir wollen und müssen uns noch dringend verbessern. Zu den Top fünf sollten wir am Ende schon gehören“, sagt Jens Fritsche und auch seit Pendant Stephan Kriesinger steht im dabei in Nichts nach: „Wenn wir einen Lauf anfangen, ähnlich wie Capelle ihn zuletzt hatte, ist einiges möglich. Wir gehören aber von der Qualität her sicher unter die besten fünf Mannschaft der Liga.“

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In vier Vorbereitungsspielen gab es zwei Siege gegen Buldern II (4:0) aus der B-Liga und gegen A-Ligist Brukteria Rorup (3:2) sowie zwei Remis gegen die Zweitvertretungen von Fortuna Seppenrade (3:3) und Westfalia Vinnum (1:1). Und genau das zeigt wohl auch Südkirchens größtes Problem. Zu viele Unentschieden gab es in der Hinrunde - fünf Stück an der Zahl. Das ist Ligahöchstwert.

Auch deshalb lag das Hauptaugenmerk in der SVS-Vorbereitung ganz klar auf Offensive. „Wir wollen vorne noch konsequenter werden. Müssen lernen, endlich die Buden weg zu machen“, erklärt Kriesinger.

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„Wir haben einige Formationen ausprobiert, um uns offensiv noch variabler aufstellen zu können“, fügt Nebenmann Jens Fritsche hinzu. „Sonst haben wir besonders am Torschuss gearbeitet.“ Es scheint also in der Rückrunde ein wahres Offensiv-Spektakel auf dem neuen Kunstrasen zu geben und das scheint auch bitternötig, um die Saisonziele nicht zu verfehlen. Vor dem Winter trafen die Blau-Weißen nämlich nur 39 Mal das gegnerische Tor, kein Konkurrent im Aufstiegskampf war ungefährlicher.

Um aber tatsächlich im Rennen um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitreden zu können, muss Südkirchen auch gegen die „großen“ Teams der Liga bestehen. In der Hinrunde konnte der SVS aus den Top sechs nur den Ligavierten Saxonia Münster schlagen. Dazu gab es auch in den Derbys gegen Nordkirchen II und Capelle keinen Erfolg für die Kunstrasenelf.

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„Das ist alles gar nicht schlimm“, ordnet Fritsche ein. „Wir waren in den vergangenen Jahren nie eine echte Derby-Mannschaften und das scheint sich auch nun fortzusetzen. Und die Topteams der Liga sind sehr stark. Gerade weil Senden und Hiltrup in wichtigen Spielen auf Verstärkung der Ersten bauen können. Wir wissen aber, dass wir noch einige Punkte holen werden.“ Generell sieht Jens Fritsche in Hitrup II (aktuell 3.) und Blau-Weiß Ottmarsbocholt (aktuell 5.) die beiden großen Aufstiegsfavoriten.

Während Stephan Kriesinger in der Vorbereitung keinen echten Gewinner fand und nur hofft, dass es keine „Karnevals-Rückfälle“ gibt, würde Fritsche schon zwei Spieler hervorheben. „Leon Meinke und Niklas Appel haben stark aufgetrumpft in der Vorbereitung. Das war in diesem Maß nicht unbedingt zu erwarten.“

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