Der neue Kapitän des SuS Olfen will auch ohne viel Erfahrung „immer vorangehen“

dzFußball

Der SuS Olfen hat einen neuen Kapitän gewählt. Der Neue ist für das Amt noch relativ jung, doch wegen seiner Eigenschaften und Vorgeschichte die logische Wahl für den Posten.

Olfen

, 03.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem Marvin Böttcher sein Kapitänsamt beim SuS Olfen niederlegte, hat die erste Mannschaft am Dienstagabend einen Nachfolger gewählt. Kurz vor dem Bezirksliga-Start am Sonntag zuhause gegen Union Lüdinghausen haben die Olfener einen neuen Anführer.

In die Fußstapfen von Böttcher soll Darius Brüggemann treten. Der Rückkehrer vom PSV Bork wurde von einen Mannschaftskollegen zum neuen Kapitän gewählt. Ein Amt, für das sich Brüggemann trotz seiner erst 23 Jahre bereit fühlt. „Ich sehe mich in der Rolle, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er. „Ich will immer vorangehen.“ Schon in Bork sei das so gewesen und deswegen habe er auch vertretungsweise das Kapitänsamt inne gehabt.

Der Aufstieg beim SuS Olfen ist nicht ungewöhnlich

Dass er in Olfen aber mit 23 zum Kopf der Mannschaft aufsteigt, scheint nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. „Viele Erfahrene haben die Mannschaft verlassen und Marvin ist zurückgetreten“, sagt Brüggemann. „Und von den Nächstjüngeren bin ich einer von den Erfahrenen.“

Darius Brüggemann ist der neue Mannschaftsführer beim SuS Olfen.

Darius Brüggemann ist der neue Mannschaftsführer beim SuS Olfen. © Sebastian Reith

Böttcher war laut Olfens Sportlichem Leiter Norbert Sander der „emotionale Leader“ der Mannschaft - daran will auch Brüggemann anknüpfen: „Ich will für eine positive Stimmung sorgen. Mein Ziel ist es, die Mannschaft zu motivieren, zu pushen und während des Spiels aufzubauen, wenn das nötig ist.“ Ihm komme es darauf an, immer wieder aufzustehen, weiterzumachen und „die Chance zu nutzen, auch wenn wir mal etwas falsch machen“.

Dass er in die Rolle des Kapitäns hineingewachsen ist, ist für Brüggemann fast schon natürlich. „Das hat sich so entwickelt“, sagt der 23-Jährige. Das liegt auch daran, dass er gut ins Team eingebunden ist, wie Brüggemann berichtet: „Ich habe einen guten Bezug zur Mannschaft und komme mit allen super zurecht.“

Brüggemann hat eine Vergangenheit in Olfen

Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass er noch relativ neu im Verein sei, auch wenn er eine Vergangenheit in Olfen habe. Das Umfeld habe er aber noch in guter Erinnerung, wie Brüggemann sagt.

Was auf den SuS Olfen in der kommenden Saison zukommt, darauf will sich Brüggemann noch nicht so recht festlegen. Die durchwachsenen Ergebnisse der Vorbereitung bezeichnet der Defensivspieler als „zweitrangig“. Die Mannschaft habe erst wieder „reinfinden“ müssen.

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Außerdem seien einige neue Spieler hinzugekommen und der neue Trainer Jupp Ovelhey bringe eigene Ideen mit, die die Mannschaft erst einmal verstehen und umsetzen müsse. „Wir befinden uns aber auf einem guten Weg“, meint Brüggemann, „auch wenn wir noch nicht bei 100 Prozent sind“.

Brüggemann: „Jedes Spiel ein Sechs-Punkte-Spiel“

Und dann ist da die zweite große Unbekannte - die Liga. Durch die neue Ligen-Einteilung spielt der SuS Olfen nun in der Bezirksliga 9. „Ob die Mannschaften da stärker oder schlechter sind, kann ich nicht sagen“, will Brüggemann keine Prognose abgeben. „Bei vier Absteigern ist aber fast jedes Spiel schon ein Sechs-Punkte-Spiel.“

Jupp Ovelhey bringt neue Ideen mit zum SuS Olfen.

Jupp Ovelhey bringt neue Ideen mit zum SuS Olfen. © Sebastian Reith

Verbissen geht Brüggemann die Saison mit Olfen aber nicht an. Natürlich hofft er, verletzungsfrei zu bleiben. Für den 23-Jährigen geht es aber auch darum „Spaß und eine gute Zeit mit der Mannschaft“ zu haben.

Diese Mischung aus Fähigkeiten und Eigenschaften scheinen Darius Brüggemann für das Kapitänsamt zu prädestinieren. Und der neue Leader gibt auch gleich die Marschrichtung vor: „Wir müssen uns möglichst schnell etablieren. An erster Stelle steht für uns der Klassenerhalt. Der Rest ist alles Bonus.“

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