Der Kader des FC Nordkirchen ist ausgewogen zusammengestellt

dzKommentar

Nordkirchens Kader ist solide zusammengestellt. Vor allem viele junge Spieler hat Mario Plechaty dazugeholt. Das Rezept braucht aber mehr, um daraus am Ende eine Meisterelf zu backen.

Nordkirchen

, 13.07.2020, 06:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mario Plechaty hat Recht: Es ist wirklich richtig viel Potenzial vorhanden beim FC Nordkirchen. Den Aufstieg in die Landesliga garantieren die hochkarätigen Neuzugänge aber nicht.

Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen hat sich wahrlich gut verstärkt. Vor allem Daniel von der Ley und der jüngste Transfer Ufuk Ekincier stechen heraus. Gestandene Westfalenliga-Spieler – solche konnte der FC Nordkirchen nach den Abgängen der erfahrenen Dennis Närdemann und Benjamin Siegert gebrauchen.

Aber auch Frischfleisch ist neu dabei: Roman Humenscheimer, Florian Siemerling, Alexander Koch stehen erst am Anfang ihrer Seniorenkarriere. Lars Rustige und Dominik Dupke stehen die besten Jahre auch erst noch bevor.

Konzept und Qualität spielten wichtige Rollen bei Transferpolitik

Plechaty hat den Kader augenscheinlich sehr ausgewogen zusammengestellt – mit einem Konzept, immer auf Qualität bedacht. Gut ist, dass er keine Spieler „einfliegen“ lässt. Mit Star-Dribblern aus dem Ruhrgebiet hat der FC Nordkirchen zuletzt keine guten Erfahrungen gemacht. Sie schaffen keine Identität, ziehen keine Zuschauer an.

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Allerdings hat sich der FC Nordkirchen – anders als in den Vorjahren – nicht beim Nachbarn SV Herbern bedient. Nils Venneker, Daniel Krüger, Simon Mors (um nur drei Spieler zu nennen) sind alle bombastisch eingeschlagen. Eine Karawane vom SVH ans Schloss gibt es dieses Jahr nicht, eher in die umgekehrte Richtung.

Im Leistungsfußball sind externe Verstärkungen notwendig

Trotzdem brauchte der FC Nordkirchen auch Hochkaräter. Dabei auf Dortmund oder Münster als Wohnorte der Spieler zu setzen, sieht nach einem fairen und richtigen Kompromiss aus. Will der FC Nordkirchen in die Landesliga, braucht er die eine oder andere sinnvolle personelle Ergänzung, die nicht in Ascheberg, Selm oder Lünen zu bekommen ist. Das ist üblich im Leistungsfußball. Nur Überhand darf die Shopping-Tour nicht nehmen.

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