Das kleine Tischtennis-Wunder des TTC Südkirchen

dzTischtennis-Kreisliga

Hinter Spitzenreiter Nordkirchen bastelt der TTC sein eigenes kleines Märchen. Eine kleine Hiobsbotschaft gibt es dennoch. Und das hat mit dem Derby zu tun.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 27.02.2020, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn, fünf, neun, sechs. Nein, das sind nicht die aktuellen Lottozahlen. Es sind die Kreisligaplatzierung des TTC Südkirchen in den vergangenen vier Jahren. In dieser Saison ist man sechs Spieltage vor dem Ende schon Vierter und es soll sogar noch weiter nach oben gehen.

Wer Mannschaftsführer Tobias Cortner nach dem Grund für diesen Aufschwung fragt, bekommt eine klare Antwort: „Wir sind einfach eine richtig geile Truppe. Wir spielen mittlerweile schon einige Jahre zusammen und belohnen uns endlich mit einer guten Saison.“

Mit 22:10-Punkten rangiert der TTC momentan auf Tabellenplatz vier. Hinter dem Werner SC, dem SV Herbern und eben Spitzenreiter FC Nordkirchen. „Das ist natürlich bitter. Eigentlich ist jedes Jahr unser Ziel, am Ende vor dem FCN zu stehen, aber daraus wird wohl nichts“, sagt Cortner etwas ironisch. „Spaß bei Seite. Platz 4 ist ein sehr starkes Ergebnis, das uns sehr stolz macht. Dennoch wäre aber noch mehr drin gewesen.“

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Nur vier Mal ging der TTC als Sieger vom Platz. Besonders die Niederlagen gegen Herbern sind dabei aber besonders ärgerlich. „Wir haben in beiden Partien sehr gut gespielt und haben zwei Mal knapp mit 9:7 verloren. Das hätte auch gerne andersherum ausgehen können.“ Dazu trauert Cortner einem verlorenen Punkt gegen Eintracht Dolberg hinterher, als Südkirchen trotz 8:3-Führung nur ein Unentschieden erzielen konnte. „Hätten wir ein Herbern-Spiel gewonnen und Dolberg geschlagen wären wir Zweiter und erster Nordkirchen-Verfolger.“

TTC Südkirchen will erster Nordkirchen-Verfolger sein

Und vielleicht könnte es sogar noch in diese Richtung gehen, denn das Restprogramm meint es gut mit dem TTC. Während Nordkirchen, Herbern und der WSC sich alle noch in direkten Duellen die Punkte wegnehmen, spielt Südkirchen nur noch gegen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte - und die Derby-Revanche gegen Nordkirchen. „Ich denke zwar, dass sie sicher aufsteigen werden, gegen uns müssen sie aber trotzdem erstmal gewinnen“, lautet die TTC-Kampfansage.

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Woran denn nun wirklich der Südkirchener Aufschwung liegt, lässt sich mit einem Blick auf die Statistik schnell sagen: An den Doppeln und an Spitzenspieler Klaus Wissmann. 35 von 54 gespielten Doppeln gewann der TTC. Das sind fast zwei Drittel aller Begegnungen. „Wir kennen uns einfach mittlerweile sehr gut. Das ist natürlich dann ein großer Vorteil“, erklärt Cortner. Der zweite Trumpf ist Spitzenspieler Wissmann. Dieser hat 20 von 28 Partien bisher gewonnen. Cortner: „Unser oberes Kreuz mit Wissmann und Markus Grote ist überragend. Sie haben für uns einige Spiele gewonnen.“

Am Samstag (16.30 Uhr, Hauptstraße, Südkirchen) trifft die Mannschaft von Tobias Cortner auf den Ligaletzten Vorwärts Ahlen II. Dann wird das kleine Südkirchener Tischtennis-Märchen fortgesetzt.

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