Montag geht es los: Zum Topspiel der 2. Bundesliga empfängt Bielefeld den FC St. Pauli - ein echtes „Brett“, sagt Amos Pieper. Für ihn ist es der erste Beginn der Zweitligasaison.

Nordkirchen

, 26.07.2019, 11:14 Uhr / Lesedauer: 3 min

Am Montag beginnt gegen den FC St. Pauli die Zweitligasaison für den Nordkirchener Fußballprofi Amos Pieper (21). Der Abwehrmann, der in der Winterpause von Borussia Dortmunds Regionalliga-U23 zu Arminia Bielefeld gewechselt ist, kam in einem halben Jahr auf acht Einsätze für die Ostwestfalen. Ob er Montag spielt, weiß er noch nicht. Für uns hat Amos Pieper aber schon einmal auf die Saison geblickt und vorgegebene Satzanfänge der Redaktion beendet.

Amos Pieper will in der kommenden Saison…

… voll angreifen. Wir haben in der Vorbereitung den Grundstein gelegt. Noch wissen wir nicht, wer am Montag spielt. Aber nach und nach möchte ich mehr und mehr Spielzeit kriegen und so, wie es in der letzten Saison aufgehört hat, am liebsten weitermachen. Aber das entscheidet der Trainer.

Der Zustand von Amos Pieper…

… ist tipptopp! Die Laktat- und Fettwerte, die am Anfang der Vorbereitung gemessen werden, waren allesamt auf einem sehr guten Level. Das ist in der intensiven Vorbereitung nicht unbedingt schlechter geworden. Ich fühle mich sehr gut. Davor hatten wir knapp vier Wochen Pause, in denen wir mit Laufplänen individuell trainiert haben.

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Das Trainingslager lief…

… sehr gut. Das war der Bereich der Vorbereitung, der so ziemlich am besten lief. Wir haben beide Vorbereitungsspiele zu null gewonnen, hatten Top-Bedingungen und ein Top-Hotel. Im Team sind wir noch enger zusammengerückt. Wir hatten sowieso nicht viele Ab- und Neuzugänge. Das Trainingslager hat uns weit nach vorne gebracht. Es war gut organisiert – von vorne bis hinten.

Der Wechsel zu Arminia Bielefeld war…

… der absolut richtige Schritt. Vor einem halben Jahr habe ich noch gesagt, dass man nachher immer schlauer ist. Wenn ich jetzt ein Fazit ziehen müsste, dann ist es top gelaufen. Stand jetzt ist es der richtige Schritt gewesen. Das Team ist gut, die Bedingungen sind es auch, um sich zu entwickeln. Ich habe anfangs ja auch gesagt: Ziel ist, irgendwann konstant viele Spiele zu machen.

Zum Thema Stammplatz…

… ich tue mich schwer mit dem Begriff. Gehört man zum Stamm oder nicht? Das ist nicht klassifiziert. Jeder will spielen und ich natürlich auch – und das ist auch mein Ziel. Daran werde ich auch nichts ändern. Ich muss erstmal die nächsten Schritte machen.

Arminia Bielefeld kann man beschreiben als…

… Verein im Aufwind. Ich habe hier ein gutes halbes Jahr miterlebt und will auch nicht erleben, dass hier schlechte Zeiten anbrechen. Es ist eine kleine Aufbruchstimmung zu spüren. Das merkt man bei jedem Mitarbeiter. Ich fühle mich hier sehr wohl. Alle sind sehr offen und der Verein ist auch gut durchstrukturiert. Es ist ein sehr cooler Verein.

Der Saisonstart gegen den FC St. Pauli am Montag…

… wird direkt ein Brett. St. Pauli ist eine der traditionsreichen Mannschaften in der Liga. Arminia hat eine Fanfreundschaft mit dem HSV. Deswegen ist es vielleicht nochmal etwas brisanter. Sportlich wird es der erste Gratmesser. Dann geht es zur Sache und da zählt auch eine gute Vorbereitung nicht mehr. Denn dann geht es ums Ganze. Uns erwartet direkt ein Kracherspiel.

Das Auftaktprogramm von Arminia Bielefeld mit St. Pauli, Bochum und Aue ist…

…. eine gute Mischung. Es ist cool, mit einem Heimspiel zu starten. Es ist aber auch egal, welcher Gegner zu Anfang kommt. Du weißt selbst nicht, wo du stehst – und wo die anderen. Im Kopf darf man es nie unterschätzen. Die eine oder andere Überraschung wird es sowieso geben.

Arminia Bielefeld wird am Saisonende…

… hoffentlich durchgehend den Fußball gezeigt haben, den wir spielen wollen. Wir wollen unseren Fußball durchdrücken. Dann werden die Ergebnisse irgendwann kommen. Was mit Arminia Bielefeld am Ende der Saison ist, wird man sehen.

Fans, die vom Aufstieg träumen,…

…dürfen gerne vom Aufstieg träumen, solange es nur die Fans sind, die träumen. Ich spiegel lieber wider, was unser Trainer sagt. Wir haben mit Stuttgart, Hannover, Nürnberg und dem HSV, der der Bundesligaverein überhaupt war, vier Top-Mannschaften in der Liga. Die Vereine sind uns auch finanziell noch einiges voraus. Ich hoffe, dass wir den Fans gute Leistungen bieten können. Aber ich bin weit davon weg zu sagen, was wir erreichen werden. Das kann man in der verrückten und engen Zweiten Liga nicht.

Am meisten freue ich mich auf…

… die ausverkauften Heimspiele. Ich durfte letztes Jahr die Spiele gegen Paderborn und Kiel miterleben. Ausverkaufte Flutlichtspiele sind mein persönliches Highlight.

Wenn ich in dieser Saison ein Tor schieße, dann…

… wird man mir ansehen, dass ich mich freue. Aus dem Spiel heraus habe ich schon lange kein Tor mehr gemacht. Es wäre auf jeden Fall mal wieder Zeit. Wie ich jubeln werde? Keine Ahnung.

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