Wethmars Barbier Bouzekry: „Wir müssen fitter werden“

dzTuS Westfalia Wethmar

Choukri El Bahat Bouzekry ist Spieler des TuS Westfalia Wethmar. RN-Volontär David Döring hat sich bei Bouzekry unter das Messer gelegt und mit ihm über die Probleme des TuS gesprochen.

Dortmund, Wethmar

, 29.08.2019, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Choukri El Bahat Bouzekry lächelt. Er ist in seinem persönlichen Wohnzimmer, in seiner Gentlemans Lounge. Im Herrensalon Barbiero in Dortmund. Dort ist Bouzekry Barbier, der Offensivspieler des TuS Westfalia Wethmar ist gut drauf, lacht viel. Wenn Bouzekry über seinen ersten Ligaeinsatz beim TuS redet, am vergangenen Sonntag bei der 0:4-Niederlage gegen den VfL Kemminghausen, wird er direkt etwas ernster.

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Bouzekrys Stimmlage ändert sich etwas, sie wird deutlicher, etwas bestimmter. Trotzdem schwingt eine Prise Optimismus in seinen Aussagen mit: „Es war gut wieder auf dem Platz zu stehen, aber trotzdem schwer, wenn man aus dem Urlaub kommt. Die Trainer haben sich es etwas anderes vorgestellt. Ausreden gibt es da nicht, es war warm für beide Mannschaften.“ Bouzekry war in den vergangenen beiden Wochen vor dem Kemminghausen-Spiel im Urlaub, konnte also nicht mit der Mannschaft mittrainieren. Zum Einsatz von Anfang an kam er trotzdem, nach 45 Minuten musste er aber schon wieder raus. „Kemminghausen war nicht besser, die Niederlage kommt aus unseren Fehlern“, erklärt Choukri und erwähnt im Anschluss die individuellen Fehler, die zu den Gegentoren des TWW führten.

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Einen Lösungsvorschlag, die individuellen Fehler abzustellen, bringt er dabei auch noch direkt mit: „Wir müssen fitter werden und sicher sein, damit wir nicht die Tore bekommen durch unsere Fehler.“ Bouzekry schließt sich da mit ein. Erst in dieser Woche hat die Mannschaft eine Laufeinheit absolviert. Einfach nur 45 Minuten laufen gehen, den Kopf freibekommen. Egal, wie viele Kilometer man schafft, so beschreibt Bouzekry die Vorgaben des Trainerteams.

Choukri El Bahat Bouzekry: „Man kann Andreas zu hundert Prozent vertrauen“

Dieses stellt der 22-Jährige am wenigsten in Frage, sieht die Probleme bei den Unsicherheiten in der Mannschaft. Andreas Przybilla kennt Bouzekry schon seit fünf Jahren, hat schon in der Jugend mit ihm zusammen gearbeitet. Ebenso mit Co-Trainer Volker Bolte. „Man kann Andreas zu hundert Prozent vertrauen. Nach dem Spiel ist er ein normaler Mensch und vor allem ein Freund. Während des Spiels kann das schon mal anders sein“, erklärt Bouzekry, der auch Probleme in der Vorbereitung sah: „Die Vorbereitung war zwar gut, aber du hast nicht alle dabei. Urlauber, Verletzte, Arbeit, da kommt vieles dazwischen. Es ist schwierig, sich so einzuspielen.“

Bouzekry, der schon Landesliga und Bezirksliga-Erfahrung mitbringt - vor zwei Spielzeiten erzielte er 15 Tore für den FC Roj - will demnächst auch für Wethmar seinen Premierentreffer erzielen. „Ich hoffe, es kommen bald Tore“, sagt er, würde sich aber noch lieber etwas anderes wünschen: „Lieber nehme ich aber die drei Punkte. Mit 1:0 gewinnen durch ein Eigentor ist mir lieber, als drei Tore zu schießen und keine Punkte zu bekommen.“ Mannschaftsplayer durch und durch, überzeugt von der baldigen Wende für Wethmar.

Die Position ist egal

„Wir haben ein gutes Team, wir können da wieder rauskommen“, sagt er und lacht, als ob die Probleme des TuS gar nicht da wären. Die elf Gegentore aus den drei Spielen und die drei Niederlagen wirken wie weggewischt, bis Bouzekry über den nächsten Gegner spricht: BV Viktoria Kirchderne. Seine Stimme wird wieder etwas ernster und bestimmter. „Die sind echt stark, die waren in den vergangenen Saisons immer gut“, weiß er durch seine Bezirksliga-Erfahrungen beim FC Roj, dem VfR Sölde und dem TuS Hannibal in den vergangenen beiden Spielzeiten.

Wo Bouzekry dann spielen wird, ist ihm egal. Gegen Kemminghausen war er im Sturm, lieber würde er auf der Spielmacher-Position auflaufen. „Ich will viel den Ball haben“, erklärt er, stellt aber keine Bedingungen. „Ich finde die Position als Stürmer auch korrekt.“

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