Wethmar will nächsten Erfolg – BVB spielt auf Sieg

Fußball: Bezirksliga

Den ersten Schritt hat Wethmar gemacht. Legt die Westfalia nach dem Kantersieg aus der Vorwoche nun eine Serie hin? Mit einem Sieg würde der TuS die Abstiegsränge verlassen. Mit leichten Personalsorgen reist der BV Brambauer derweil am Sonntag zum Aufsteiger RW Unna. Ein dreifacher Punktgewinn soll her.

LÜNEN

, 06.10.2017, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wethmar will nächsten Erfolg – BVB spielt auf Sieg

Brambauers Bastian Ehrentraut (l.) und Markus Poczkaj (r.), hier im Duell mit Wethmars Patrick Schöpf, fehlen am Sonntag in Unna.

Bezirksliga Westfalia Wethmar - VfR Sölde Sonntag, 15 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen

Wie nachhaltig ist der 7:1-Erfolg des Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar aus der Vorwoche beim FC Overberge? Eine Frage, die sich an der Cappenberger Straße aktuell viele stellen. Am Sonntag ist Aufsteiger VfR Sölde zu Gast. Ein Tabellennachbar, den die Westfalia mit einem Sieg überholen könnte.

Noch rangiert Wethmar auf einem Abstiegsplatz. Bis jetzt hat die Mannschaft von Trainer Simon Erling fünf Punkte gesammelt. Einen mehr hat der VfR Sölde auf dem Konto, der mittlerweile seit fünf Spielen sieglos ist. Noch in der Vorwoche verspielten die Sölder einen 4:1-Vorsprung gegen den FC Nordkirchen. 4:4 endete die Partie später.

Wethmarer Lebenszeichen

Wethmar hingegen hat ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Erling-Elf hat mit dem 7:1 beim FC Overberge demonstriert, dass sie noch lebt. Nun gilt es für den Tabellen-14., den nächsten Schritt aus der Krise zu machen. „Wir müssen versuchen an die 90 Minuten der Vorwoche anzuknüpfen und dürfen keinesfalls den Fehler machen, uns jetzt sofort wieder auf dem Sieg in Overberge auszuruhen. Denn aufgrund der Tabellenkonstellation ist das Spiel extrem wichtig. Das Sölde da unten steht, wundert mich aber schon“, sagt TuS-Trainer Simon Erling.

Sein Gegenüber, Daniel Schmiers, der mit dem Saisonverlauf seiner Mannschaft bisher nicht zufrieden ist, erwartet eine enge Partie auf Augenhöhe. „Wer die Nerven behält, wird als Sieger vom Platz gehen“, sagt der Sölder Coach, der auf den gesperrten Meik Hibbeln und Kapitän Lukas Thiekötter (Zerrung) verzichten muss.

Etwas länger ist die Ausfallliste bei den Gastgebern. Christian Wantoch von Rekowski muss wegen seiner Sperre zum letzten Mal pausieren. Nico Stork, Gianluca Kösling und Alexander Podszuck fallen weiterhin verletzt aus. Fraglich sind zudem noch die Einsätze der beiden Harder-Brüder René und Pascal sowie des angeschlagenen Patrick Schöpf. Erfreulich für die Wethmarer: Till Kowalski hat in dieser Woche nach langer Zeit mal wieder beschwerdefrei trainieren können. Für Sonntag ist er allerdings noch kein Thema.

RW Unna - BV Brambauer Sonntag, 15.15 Uhr, Am Südfriedhof, Unna

„Im Mittelfeld werde ich Veränderungen vornehmen müssen“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler Bastian Ehrentraut und Markus Poczkaj sind am Sonntag nicht einsatzbereit. Dazu steht hinter Offensivspieler Ahmed Ersoy noch ein Fragezeichen. Außerdem sind die beiden Langzeitverletzen Dennis Köse und Hendrik Helmes weiterhin keine Option.

Noch größer sind die Personalprobleme beim Gegner des BVB. RW Unna muss aufgrund von Verletzungen ebenfalls groß umplanen. Sefa Iscan muss mit Verdacht auf Kreuzbandriss passen. Nabil Afrass sollte gegen den BVB eigentlich spielen, unter der Woche hatte er jedoch Beschwerden und muss sein Comeback verschieben.

Unna ohne seine Stammformation

Fraglich sind noch die Einsätze von Kevin Pasternack und Armin Straszok. Mehmet Dikmen fehlt gelbgesperrt. „Wir können nicht annähernd mit unserer Stammformation auflaufen“, sagt Unnas Trainer Emre Aktas. Beide Trainer haben größten Respekt vor dem Kontrahenten. Keller sieht die Stärken Unnas im Offensivbereich. „Auf Scharfe und Lukas müssen wir aufpassen. Das sind komplette, ballsichere und abschlussstarke Offensivleute“, so Keller.

Stärken in der Offensive hat allerdings auch der BVB. Und darauf wird er in Unna bauen. Aktas ist das bewusst. „Brambauer ist Favorit. Wir wollen versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten“, sagt der Trainer, der mit seinem Team zuletzt zwei Siege in Serie bejubelte. Trotz der vielen Ausfälle also eine zähe Nuss, die der BVB knacken muss.

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