Wethmar offenbart in Unna Defensivschwächen

Fußball: Bezirksliga

Schlecht gespielt und noch immer ohne Punkteausbeute: Vom Meisterschaftsgedanken haben sich die Fußballer des Bezirksligisten Westfalia Wethmar fürs Erste verschiedet. Zu schwach war am Sonntag der Auftritt beim Aufsteiger RW Unna. Zu hoch die Fehlerrate in allen Mannschaftsteilen. Mit 2:5 hatte die Westfalia am Ende das Nachsehen. Verdient.

WETHMAR

, 21.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Wethmar offenbart in Unna Defensivschwächen

Hat noch eine Menge Arbeit: Westfalia-Trainer Simon Erling.

Gründe für die Niederlage? Da kann man einige nennen. Doch vornehmlich den Defensivbereich muss die Elf von Simon Erling unter der Woche im Training ins Auge fassen. Da verhielt sich Wethmar in Unna zeitweise nämlich nicht bezirksligareif. Zu wackelig präsentierte sich der Titelaspirant im kompletten Defensivverbund.

Überforderte Westfalia

Mit den starken Diagonalbällen der Unnaer aus dem Halbfeld zeigte sich Wethmar nicht nur einmal komplett überfordert. Brandgefährliche Eins-gegen-Eins-Situationen waren die Folge. Das sah auch Coach Simon Erling so. „Wir standen in der Spieleröffnung zu hoch. Dadurch waren wir völlig offen. Ein Sechser muss immer im Zentrum vor der Abwehr bleiben. Das haben wir katastrophal gespielt“, sagte der Trainer.

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Auf der Sechs agierten am Sonntag Bastian Quiering und Patrick Schöpf. Fraglich, ob das Duo auch im kommenden Spiel gegen BV Viktoria Kirchderne auflaufen wird. Denn unter der Woche soll Neuzugang Fabian Hillmeister nach seinen Flitterwochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Und der drängt zurück in die Startformation. „Fabian ist Stammspieler auf der Sechs. Man hat gesehen, dass er uns gefehlt hat. Wir waren sehr ungeordnet“, so Erling.

Es war allerdings nicht nur die Defensive, die Erling am Sonntag Sorgenfalten bereitet hat. Insgesamt hat dem Trainer die Galligkeit im Spiel seiner Truppe gefehlt. Lediglich für die Einwechselspieler Jonas Osterholz und Rafael Felsberg hatte der Coach ein Lob parat. „Die haben sich richtig reingehauen und haben viele Zweikämpfe gewonnen“, sagte Erling. Das müsse künftig auch wieder auf die komplette Mannschaft zutreffen, denn sonst könne man kein Bezirksliga-Spiel gewinnen.

Meisterschaft kein Thema

Von etwaigen Gedanken an den Titelkampf verabschiedet sich Erling deswegen zunächst einmal. Das muss er auch, denn nach zwei Spieltagen steht Wethmar aktuell am anderen Ende der Tabelle. Punktlos rangiert die Westfalia auf dem letzten Tabellenplatz. „Das ist ein absolut beschissenes Gefühl“, sagte Erling.

Am kommenden Sonntag gastiert Kirchderne an der Wehrenboldstraße. Da muss die Westfalia liefern. In erster Linie nicht nur spielerisch, sondern vor allem kämpferisch. Erling will versuchen, seiner Mannschaft wieder den Spaß am Spiel zu vermitteln. „Am Selbstbewusstsein fehlt es momentan“, so der Wethmarer. Wie das funktioniert? Am besten mit einem Erfolgserlebnis und den ersten drei Saisonzählern. 

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