Westfalia Wethmar stemmt sich lange gegen Niederlage beim Aufstiegs-Favoriten

Fußball: Bezirksliga

Der TuS Westfalia Wethmar hat am Sonntag beim Aufstiegsaspiranten Türkspor Dortmund erwartungsgemäß verloren. Die spielentscheidende Szene ergab sich direkt nach einer Wethmarer Chance.

Wethmar

, 15.09.2019, 20:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Wethmar stemmt sich lange gegen Niederlage beim Aufstiegs-Favoriten

Wethmars Choukri El Bahat Bouzekry (l.), hier im Duell gegen Türkspors Pierre Koczubik, verlor mit Wethmar 0:2. © Patrick Schröer


In der 70. Minute hat der Fußball-Bezirksligist TuS Westfalia Wethmar den Ausgleichstreffer bei Türkspor Dortmund vor den Augen – verfehlt ihn aber um Zentimeter. Direkt im Gegenzug fällt die Entscheidung der Partie. Türkspor setzt sich mit dem 2:0-Sieg gegen die Grün-Weißen an die Spitze der Bezirksliga-Tabelle.

Bezirksliga 8
Türksp. Dortmund – Wethmar 2:0 (1:0)

Am Ende gewann die reifere, abgezocktere und auch individuell stärkere Mannschaft das Duell zwischen Aufsteiger Türkspor und den Wethmarern. Obwohl Wethmar lange gut dagegenhielt, war der Sieg der Dortmunder verdient.

Allein in der ersten Halbzeit war es TWW-Keeper Florian Fischer zu verdanken, dass Wethmar nicht schon deutlich zurücklag. Der Torhüter der Westfalia rettete wieder mehrfach in höchster Not.

Eine starke Doppelparade zeigte Fischer gegen Pierre Koczubik und Mateus Ajala Cardoniz (29.). Kurz danach traf Bekir Kilabza per Kopf nur die Latte (32.). „Es gab diese Phase in der ersten Halbzeit, die wir überstehen mussten. Da hat Florian Fischer seine Qualität wieder unter Beweis gestellt“, sagte TWW-Trainer Andreas Przybilla nach dem Spielende.

Den Querbalken traf übrigens auch die Westfalia im ersten Durchgang. Kapitän Quahib El-Gaouzi nahm in der 38. Minute Maß, doch TSD-Keeper Dominic Sousa da Costa lenkte den Ball noch an die Latte. Es war jetzt ein intensives Spiel – mit Vorteilen aufseiten der Gastgeber. Nachdem Florian Fischer in der 41. Minute noch einmal eine starke Parade zeigte, gab es Eckball für Türkspor. Dieses Mal ließen sich die Gastgeber die Chance nicht entgehen. Viktor Siljeg stieg am höchsten und nickte ein – die 1:0-Führung und gleichzeitig auch der Pausenstand.

„Ich fand Wethmar von der Einstellung und auch taktisch sehr gut. Sie haben lange diszipliniert dagegen gehalten. Das Gegentor für Wethmar fällt natürlich unglücklich, aber wir hatten ja vorher auch schon viele Chancen. Da müssen wir noch cleverer sein. Ansonsten bin ich sehr zufrieden“, sagte TSD-Trainer Bülent Kara nach Abpfiff.

In der zweiten Halbzeit wechselte Przybilla aus, brachte für Jonas Allefeld und Arne Neuhäuser mit Andreas Kahlkopf und Hendrik Schürmann erfahrenere Kicker ins Spiel. Die Dortmunder taten sich in der Anfangsphase etwas schwerer als im ersten Durchgang, probierte es häufig zu kompliziert, um zum Torerfolg zu kommen.

In der 70. Minute hatte Wethmar dann den Ausgleich vor Augen. Eine scharfe Hereingabe von Sören Dvorak kratzte Türkspor noch so gerade eben von der Linie. Direkt im Gegenzug fiel dann über einen Konter die Entscheidung für Türkspor. Der gefährliche Ajala Cardoniz bekam einen Ball vom linken Flügel zugespielt, den er an Fischer vorbei ins Netz brachte. Türkspor ist nun Tabellenführer.

Westfalia Wethmar: Fischer – Jankort, Dupke, El Bahat Bouzekry, Dvorak, Cillien (34. Stork), Neuhäuser (46. Kahlkopf), Allefeld (46. Schürmann), El-Gaouzi, Langenkämper, Osterholz

Tore: 1:0 (44.), 2:0 (71.)

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