Westfalia Wethmar feiert knappen Erfolg / 2:3-Niederlage für den BV Brambauer

Fußball: Bezirksliga 8

Der BV Brambauer verliert mit 2:3 gegen Union Lüdinghausen. Trainer Jascha Keller vermisst die Grundtugenden – und findet klare Worte. Westfalia Wethmar gewinnt das zweite Heimspiel in Serie.

von Niklas Dvorak, Timo Janisch

Wethmar, Brambauer

, 14.10.2018 / Lesedauer: 4 min
Westfalia Wethmar feiert knappen Erfolg / 2:3-Niederlage für den BV Brambauer

Daniel Berger (M.) und der BV Brambauer enttäuschten gegen Lüdinghausen auf ganzer Linie. Nach Abpfiff tat sich Berger schwer, Worte für die gezeigte Leistung zu finden. © Günther Goldstein

Wethmar – Mengede 08/20 3:2 (2:1)

„Ich denke, dass es ein verdienter Sieg war. Sicherlich haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt. Wir hätten aber eher den Sack zu machen können“, sagte TuS-Co-Trainer Volker Bolte. Doch der Start des Spiels ging komplett nach hinten los. Nach nur vier Minuten brachte Robin Coerdt seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall. Ohne zu zögern zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Mengedes Tim Gebauer sicher zur 1:0-Führung (5.).

Doch die Jungs vom Cappenberger See lieferten die beste Antwort. Nach Vorlage von Arlind Jashanica besorgte Torjäger Tim Heptner den Ausgleich (15.). Das Spiel war in Halbzeit eins völlig offen. Diego Martinez traf für die Gäste den Pfosten, Yassir Mhani verpasste im Gegenzug knapp die Führung.

Nach gut einer halben Stunde hielt TuS-Keeper Niklas Dvorak, der den beruflich verhinderten Maik Müller vertrat, sein Team im Spiel. Im Eins-gegen-Eins gegen Martinez parierte er stark. Mit dem Pausenpfiff machte es Mhani auf der anderen Seite besser. Sein Schuss aus 17 Metern schlug im Netz ein (45.).

In der Pause erhoffte sich TuS-Coach Andreas Przybilla in der Defensive mehr Einsatz, stellte von zwei Sechsern auf drei Sechser um. Das Spiel lief besser. „Wir waren danach viel aggressiver und enger bei den Männern“, so Przybilla. Kevin Coerdts Schuss aus 20 Metern wurde abgefälscht und landete somit unhaltbar im Tor der Gäste (56.). Gebauer brachte Mengede wieder ran – 3:2 (70.).

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Die Grün-Weißen schafften es nicht, die Konter zu nutzen, brachten den 3:2-Sieg aber über die Zeit. „Wir müssen die Konter besser ausspielen, dann entscheiden wir das Spiel eher. Unser Torwart hat uns heute mit zwei, drei Situationen im Spiel gehalten. Wir müssen jetzt so weiter arbeiten“, sagt Bolte.

Westfalia Wethmar: Dvorak – Kaufmann, R. Coerdt (70. Cillien), Jashanica, K. Coerdt (90. Osterholz), Mhani, Pöhlker, El-Gaouzi, Schöpf, Heptner (90. Neutzner), Stork

Mengede 08/20: Piskorz – Pohle (70. Duve), Guthardt, Schulz, Martinez (82. Hillebrand), Schulze, Al-Ghutani (82. Künnemann), Gebauer, Diwisch, Ceribas, Joppien

Tore: 0:1 Gebauer (5.), 1:1 Heptner (15.), 2:1 Mhani (45.), 3:1 K. Coerdt (56.), 3:2 Gebauer (70.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Mengede (80., wegen wiederholtes Foulspiel)

BV Brambauer – Lüdinghausen 2:3 (1:1)

„Wir haben jegliche Grundtugenden vermissen lassen. Es war von der Mentalität her absolut enttäuschend, gerade in der ersten Halbzeit“, sagte Brambauers Trainer Jascha Keller und fand damit für seine Verhältnisse fast schon vernichtende Worte. Gegen einen Gegner, der in den vergangenen Wochen unter anderem mit 0:9 und 1:7 verlor, zeigte sich Brambauer defensiv anfällig und in Sachen Aggressivität deutlich unterlegen.

Natürlich spielte Lüdinghausen die frühe Führung (2.) in die Karten, als die BVB-Defensive von der tiefstehenden Sonne geblendet wurde. Doch auch nach dem Ausgleich durch Marvin Schuster (11.) lief es nicht wirklich besser. „Es war keiner gallig genug, um den Sieg zu holen“, stimmte Mittelfeldspieler Daniel Berger seinem Trainer zu.

Offensiv fand Brambauer gegen einen sehr defensiv agierenden Gegner wenige Mittel, vor allem das Zentrum war dicht. Und doch hatte der Gastgeber genug Chancen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Doch Schuster, der später noch per Elfmeter auf 2:3 verkürzte, verpasste gleich mehrere Flanken um Haaresbreite. „Es ist wirklich fahrlässig, wie wir mit unseren Chancen umgehen“, sagte Keller.

Lüdinghausen erspielte sich zwar auch keine Flut an Chancen, blieb durch aggressives Anlaufen in einigen Situationen aber nicht ungefährlich. Der kurz zuvor eingewechselte Fode Camara erzielte erst das 2:1, nach einem stark gespielten Konter legte er zum 3:1 nach. Keller wurde nach Abpfiff weiter deutlich: „Wir haben über weite Strecken des Spiels wirklich nicht bezirksligatauglich verteidigt.“

Ein echtes Aufbäumen der Brambaueraner blieb bis zum 2:3 aus. Der BVB hätte umgehend nachlegen können, bekam durch eine Verletzungsunterbrechung aber den Wind aus den Segeln genommen. So blieb es beim 2:3. „Ich finde dafür selber keine Worte. Wir waren durch die Bank unter unserem Level, was wir eigentlich haben“, sagte Berger. „Ich habe hier nicht mit einem Sieg gerechnet. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die andere Ambitionen hat. Es war ein Kampfsieg“, resümierte Lüdinghausens Trainer Tobias Tumbrink.

BV Brambauer: Lemke – Voll (56. Diekmann), Kollakowski, Köse, Klemt – Berger, Razanica – Bieber (65. Wantoch von Rekowski), Christal (40. Rimkus), Daunhauer – Schuster

Union Lüdinghausen: Rudolph – Roters, N. Hüser, Schürmann, Höning, Krüger, F. Hüser, Homann, Husken, Sander, Schmidt

Tore: 0:1 Schürmann (2.), 1:1 Schuster (11.), 1:2 und 1:3 beide Camara (60./77.), 2:3 Schuster (81.)

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